Kategorie: Soldatenalltag


  • Die verschwundene MPi

    (Beitrag von Lutz Teistler) Es war Mai 1985 und wir waren mittlerweile EK geworden. Das jährliche Feldlager stand auf dem Plan und wir waren fast mit allen Wassern gewaschen. Der Alarm zum Ausrücken bereitete uns keinen Stress, der Stabsschreiber war unser Diensthalbjahr und wir hatten bereits Kaffee getrunken und saßen fix und fertig da, um in Rekordzeit unsere Waffen aus der Kammer zu holen und zum Park abzurücken. Nach einem 24-Stunden Kfz-Marsch mit zweimaligem Entfalten zwischendurch erreichten wir den Wilkendorfer Forst. Dort wurde umgehend alles für eine einwöchige Instandsetzungsübung eingerichtet. Die ausgegebene Parolefür das Lager lautete: Gielsdorf – Gurke. Die…

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  • Fahrt zum Flugplatz Sperenberg

    (Beitrag von M.N) Der Abfahrtsort war Phillip-Müller Str. in Strausberg. Offiziere der sowjetischen Armee mit ihren Familien sollten nach Zossen (Sperenberg) zum Flugplatz gebracht werden. Ob Kinder dabei waren, ist mir nicht mehr im Gedächtnis. Ein gut deutschsprechender Offizier erklärte mir den geplanten Ablauf. Zuerst ging es nach Berlin-Karlshorst in ein Objekt der sowjetischen Armee. Hier stiegen noch zwei Offiziere zu. Unser nächstes Ziel war das Hauptquartier der GSSD in Wünsdorf. Siehe auch hier Interessantes zu Wünsdorf: Lageplan von Wünsdorf vor dem Abzug der Sowjetarmee 1994 Der Lageplan von Wünsdorf, das Hauptquartier der „Gruppe der sowjetischen Streitkräfe in Deutschland (GSSD)“. Zu…

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  • Schwerer Verkehrsunfall

    (Beitrag von M.N.) Ich habe lange überlegt, ob ich über diesen Unfall schreiben soll oder ob ich es lasse. Es gehört aber auch zur Geschichte des Regiments und Unfälle passieren! Der Zeitpunkt, als der Unfall geschah, ist mir nicht mehr bekannt. Wahrscheinlich 1967 oder 1968. Kein guter Tag für vier Angehörige der NVA und natürlich auch nicht für das Regiment. Vier Soldaten hatten ihr Leben verloren! Drei Offiziere des MfNV und der Fahrer des M21. Der verunfallte PKW M21 Wolga war kurze Zeit im Regiment auf einem Tieflader abgestellt, bevor er zur Untersuchung nach Berlin gebracht wurde. Kein schöner Anblick und…

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  • Feriengepäcktransport 1967

    (Beitrag von M.N.) Am frühen Morgen nach Dienstbeginn zum Ko-Chef. Die Welt war noch in Ordnung. Befehl, mit einem Zivilbeschäftigten nach Berlin -Lichtenberg zum Bahnhof. Der Zivilbeschäftigte fuhr einen S4000. Am Bahnhof warteten Eltern mit ihren Kindern. Die Kinder würden mit dem Zug nach Karlshagen auf der Insel Usedom in die Ferien fahren. Wir übernahmen das gesamte Gepäck, damit die Kinder nichts zu schleppen hatten. Die Ferienzeit hatte begonnen und ich nahm an, dass  alle noch einmal umsteigen mussten. Unser Ziel war das Ferienlager „German Titow“, wo das Gepäck hin sollte. Hier ist ein Artikel zu Ferienlager in der DDR Die ganze…

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  • Druckerei Linienstraße

    (Beitrag von M.N.) Mein Fahrauftrag lautete mit LO 1800 um 09.00 Uhr in Berlin in der Linienstraße melden. Es war kein weiteres Fahrziel angegeben. Nun es sollte anders kommen! Als ich mich meldete, sagte man mir es würde noch einige Zeit dauern und in Halle (Saale) erwartete man mich gegen 15.00 Uhr. Was war das wieder? Hatte die Fahrdienstleitung einen Fehler gemacht? In der Regel war es aber so, dass die Anforderungen von den Verwaltungen nicht richtig durchgestellt worden sind und dadurch solche komischen Fahrten zu Stande kamen. Mir war das zwar egal, aber ich war ja auf eine Übernachtung nicht vorbereitet.…

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  • Azetylen-Gasalarm

    (Beitrag von M.N.) Eine Sache kann sehr lang her sein, doch das Gehirn vergisst nicht. Zwei Monate habe ich mich jetzt noch einmal mit meiner dreijährigen Armeezeit im Kfz-Regiment 2 in Strausberg beschäftigt. Obwohl fast sechs Jahrzehnte vergangen sind, habe ich viele Dinge nicht vergessen. Es war ja auf keinen Fall eine langweilige Zeit! Mein Dienst in der 5.Kompanie als KfZ-Gruppenführer, Kraftfahrer bzw. Spießschreiber war in jeder Funktion Interessant. Am meisten erlebt man aber auf der Straße. Eines Tages hatte ich den Auftrag, Gas und Sauerstoff für unsere Werkstatt zu holen. Dazu musste ich nach Berlin fahren. Mit einem LO 1800…

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  • Kompaniechef veralbert

    (Beitrag von M.N.) Mich hatte es wieder einmal erwischt .Am Freitag eingeteilt zum 24-Stundendienst (Unteroffizier vom Dienst = UvD) . Am Montag hatte ich erst wieder einen Fahrauftrag. Ich konnte mich aber nicht davor drücken und Sonnabend zu Sonntag wäre noch blöder gewesen. GUvD war ein Gefreiter und EK. Wir sind 14.00 Uhr zur Vergatterung. OvD war ein ruhiger Hauptmann und es würde eine ruhige Wache werden. Nach der Ablösung der vorherigen Wache machten wir es uns erst einmal bequem. In der Baracke war es sehr warm und die Obrigkeit war noch da, sodas wir noch nach Dienstvorschrift bekleidet waren.…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 20

    (Beitrag von Manfred N.) 31.10.1969 Ich habe es doch nicht fertig gebracht, zu verlängern. Im Ostbahnhof treffe ich auf Charlie. Ein Mann aus Aue, der mit mir zusammen in der Grundausbildung gewesen ist. Er wollte aber Militärkraftfahrer werden und wurde nach  der Grundausbildung in die PKW-Kompanie versetzt und fuhr dann einen M21. Wir hatten in den fast drei Jahren Strausberg kein Wort miteinander gesprochen, weil wir uns ganz einfach nicht gesehen haben. Wenn wir uns gesehen haben, dann nur im Gegenverkehr. Unsere Begrüßung war dementsprechend. Es war so gegen 19.00Uhr und wir sind gleich in die Mitropa. Unser Zug ging…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 19

    (Beiträge von Manfred N.) Messe der Meister von Morgen – MMM Der letzte Monat meiner Dienstzeit hatte begonnen. So was wie Wehmut kam ab und zu in mir hoch. Da waren die Angebote seitens der Kompanie, meine Zeit zu verlängern! Vielleicht erst noch einmal um drei Jahre? Es gab aber auch eine neue Freundin und der hätte ich gar nicht mit einer Verlängerung kommen brauchen. Diese Entscheidung viel mir unheimlich schwer und so wurde die Angelegenheit hinten ran gestellt. Einen neuen Fahrauftrag gab es auch und lenkte erst einmal ab. Es war eine zentrale „Messe der Meister von Morgen“ an…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 18

    (Beiträge von Manfred N.) Fahrt nach Ilmenau In der Kompanie hatten wir wieder Reservisten. Fast alle hatten einen Personenbeförderungsschein. Im Fahrdienstauftrag stand eine Fahrt nach Ilmenau. Der Zugführer hatte mich eingetragen. Ich lese den Auftrag und sehe, dass ich morgens um 09.00 Uhr in Ilmenau sein muss. Der Auftrag lautet, bei einer Firma die Baracken herstellt, das Aufbaupersonal nach Berlin zu bringen. Die Teile sind schon in Berlin und sollen in einem Objekt in der Schnellerstraße montiert werden (erfahre ich erst über die Fahrdienstleitung). Ich rechne auf der Karte und komme auf fast 400 km. Eine Strecke, wie soll das…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 17

    (Beiträge von Manfred N.) Fahrt zur Volksbühne in Berlin Nur wenige Wochen noch und meine Armeezeit wäre Geschichte gewesen! Wie heißt es doch? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ein Zivilangestellter war erkrankt, ich musste für ihn einspringen. War nur eine Kleinigkeit. Fahrauftrag lautete 13.30 Uhr Parkplatz Ministerium, Fahrziel Berlin Volksbühne. Wahrscheinlich ging es um den 20.Jahrestag der Republik, irgend eine Feier. Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist ein Theater in Berlin-Mitte. Die Bühne entstand 1890 während einer Gründungsversammlung des Vereins Freie Volksbühne. Das heutige Theater befindet sich am Rosa-Luxemburg-Platz im Ortsteil Mitte, es wurde 1913–1914 aus Spenden…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 16

    (Beiträge von Manfred N.) Luft-Nachbarn Die Burschen von der „Luft“ wollten, glaube ich, mit niemanden etwas zu tun haben. Als Schüler im Regiment bzw. als Ausbilder in der Zeltstadt waren ihre Flugzeuge nicht zu überhören. Früh um 04.00 Uhr ging das Spektakel los. Die Flugzeuge mußten warmlaufen. Bei uns in den Baracken hat man es gar nicht mehr so wahrgenommen. Video AN 2 in Strausberg Die LSK Leute (LSK = Luftstreitkräfte der DDR) hatten ihr Baracken neben unseren. Wenn sie an ihren Sportgeräten umherturnten waren wir „Schwarzen“ (Der Kfz-Dienst hatte die Waffengattungsfarbe schwarz) Luft für sie. Mit denen kam man einfach…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 15

    (Beiträge von Manfred N.) 5. Turn- und Sportfest in Leipzig Im Juli 1969 endlich wieder eine Fahrt mit jungen Leuten. Das 5.Turn und Sportfest wurde in Leipzig ausgetragen. Ich glaube es war die Abschluss-Veranstaltung. Am Nachmittag dann das Fußballspiel DDR-Ungarn, das wohl Tradition war. Nun wir kommen beim Stadion an und ich werde gefragt, ob  ich auch Zivilklamotten mit hätte? Ich frage zurück, schämt ihr euch mit einem Soldaten zu gehen.? Natürlich nicht!Hole meinen kleinen Koffer aus der Seitenklappe und bin im Nu umgezogen. War auch gut so, denn es war ein heißer Sommertag. Soviel Menschen hatte ich noch nie auf einmal gesehen.…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 14

    (Beiträge von Manfred N.) Zurück in der Kompanie Wir kommen in Strausberg an und der Ko-Chef ist gerade im Gehen. Als er mich sieht, sagt er nur, die drei Tage holen Sie nach! Vielleicht in Waldsieversdorf, wo auch noch ein Knast sein sollte.? Ich war gleich geschockt. Warum haben die mich zurück geholt? Ich gehe beim UvD vorbei und der sagt, du sollst für Morgen deinen Bus fertig machen. Auf dem Einsatzplan steht Halle/Leipzig fünf Tage. Abfahrt 13.00 Uhr MfNV. Erfahre am nächsten Tag von der Fahrdienstleitung den Abfahrtsort. Scheint eine wichtige Sache zu sein. So um die 10 Mann…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 13

    (Beiträge von Manfred N.) NVA-Knast-Leben   Am nächsten Tag, ich bin noch in der Zelle kommt der Chef vom Knast zu mir rein und beginnt mich auszufragen. Woher ich komme, wieviel Jahre ich in die Schule gegangen usw. Ich erzähle ihm Einiges und er fängt an von sich zu erzählen, er war BFC-Fan und hatte da wohl auch einen Posten, außerdem säße er bei Spielen in Berlin immer  auf der Tribüne in der Nähe von Mielke. Beeindrucken konnte er mich damit aber nicht, denn ich hatte ja auch oft mit hohen Leuten zu tun gehabt. Ich wusste nicht, was der mit…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 12

    (Beiträge von Manfred N.) Ein schwarzer Tag – Wachvergehen Ich weiß nicht mehr ob man mich zu diesem Zeitpunkt schon wieder befördert hatte. Wahrscheinlich war ich aber UvD, denn das Vorkommnis muss so um 02.30 Uhr gewesen sein. Von unserem Waschraum habe ich ja schon einmal geschrieben. Es war schlechtes Wetter und ungemütlich. Die äußere Tür von unserer Baracke klemmte etwas und in der Nacht hörte man, wenn jemand sie öffnete. Sie quietschte auch! Die zweite Tür war auch eine Doppeltür. Die rechte Seite war immer auf und hinter der linken Seite stand der UvD-Tisch. In der Baracke hat es immer…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 11

    (Beiträge von Manfred N.) Besichtigung Schützenpanzer BMP1 Ich habe über verschiedene Fahrten berichtet. An all diesen Fahrten war immer ein Höhepunkt, so dass ich mir viel von dem Erlebten gemerkt habe. Auch besondere Anlässe spielten dabei eine Rolle. Unsere „Arbeit“ war aber viel mehr als diese Sonderfahrten. Tag für Tag unterwegs in Gebiete, wo viel NVA angesiedelt war. Mit Inspektionen in Leipzig und Halle, wo ich bald wie zu Hause war. Da waren Fahrten, die einen Tag dauerten aber auch Fahrten die mehrere Tage in Anspruch nahmen. Eigenartigerweise haben wir da nie in Kasernen geschlafen (Nur in Plauen in der…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 10

    (Beiträge von Manfred N.) S-Bahn Ausfall – Busersatzverkehr Mein Kollege B.F. und ich waren Morgens bei Zeiten auf dem Park um, unsere Busse zu reinigen. Mittags hatten wir jeder eine Fahrt. Wir standen noch bei den Bussen und quatschten, als einer von der Fahrdienstleitung kam! Ihr müsst sofort los nach Süd! Die S-Bahn Strecke nach Nord war gesperrt worden. Nun standen die ganzen Offiziere in Süd (Vorstadt) und kamen nicht nach Nord. Nur unsere zwei LOs standen noch zur Verfügung. An der Kompanie vorbeifahren und Fahrtenbücher holen ,dann mit karacho nach Vorstadt. Wir hätten bestimmt jeder 4 mal fahren müssen, aber…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 9

    (Beiträge von Manfred N.) Gästehaus Schloss Wilkendorf Ich glaube, es war an einem Sonnabend. Irgend eine Maßnahme der Regierung war angesagt, oder der NVA? Die Busse wurden mit roten Schleifen an den Spiegeln und das „Kühlergrill“ mit einer DDR Fahne geschmückt. Passte uns nicht, war aber so befohlen! Mein Befehl lautete: 09.00 Uhr am Gästehaus des Ministers in Wilkendorf  zu stehen. Fahrziel war Berlin . Es waren Sparmaßnahmen angesagt. Alle Personen, die an dieser Maßnahme teilnahmen, mussten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Strausberg kommen. Es ging einfach darum, zu zeigen, dass auch in der NVA gespart wurde. Jeden Monat wurde der…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 8

    (Beiträge von Manfred N.) Kulturkonferenz in Cottbus Im Sommer 1969 war ich Fahrer einer Delegation der NVA zur Kulturkonferenz in Cottbus. Die Konferenz fand im Haus der Bauarbeiter statt. Das war wohl das Kulturhaus der Cottbusser. Es gab einen großen Saal, in dem die Konferenz stattfand. Zur Begrüßung erhielt jeder Teilnehmer eine Schreibmappe mit Kugelschreiber. Die Mappe sah gut aus und ich bekam natürlich auch eine. Das war meine ganze Teilnahme an der Konferenz. Sehr viele junge Männer und Frauen waren Teilnehmer. Der Minister für Kultur Klaus Gysi (Vater von Gregor Gysi )hielt die Eröffnungsrede. Etwas musste ich mir für die…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 7

    (Beiträge von Manfred N.) Fahrt nach Wünsdorf zur Sowjetarmee Mit zwei LO-Bussen, Fahrgäste waren Offiziere des MfNV, fuhren wir nach Wünsdorf. So weit ich mich erinnern kann, wurden wir zweimal kontrolliert. Die Offiziere stiegen aus und wir Fahrer sollten warten, mit der Mitteilung, es wird länger dauern. Ja, überall hätten wir uns etwas „angesehen“ aber bei den „Russen“ konnten wir nicht so durchs Gelände fahren. Nun, wir gammelten so an unseren Bussen rum. Ein russischer Offizier, ein Leutnant kam zu uns und forderte uns auf, ihm zu folgen. Wir sagten, wir müssen bei den Bussen bleiben, er meinte nur alles…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 6

    (Beiträge von Manfred N.) Urlauberaustausch Heute berichte ich von einer dieser Fahrten. Diese eine Fahrt war die verrückteste! Es sollte eine bulgarische Delegation sein. Pünktlich waren wir in Schönefeld. Ein Hauptmann war der verantwortliche Offizier für die nächsten drei Tage. Die Maschine kam pünktlich um 11.00 Uhr an. Wir standen mit dem Bus schon auf dem Parkplatz im Inneren des Flughafengeländes. Die Gangway wurde rangefahren und unsere Leute kamen die Treppe runter. Es waren alles Ehepaare (nahm ich an) und eine Frau mit Tochter. Ohne Zollkontrolle, das war wohl so vereinbart, ging es aus dem Flughafengelände wieder raus. Unser nächstes ZIel…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 5

    (Beiträge von Manfred N.) Inspektion der Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“ Wieder einmal ein Einsatz der mehrere Tage ging. Abfahrt 21.00 Uhr in der Philipp-Müllerstr.. Ziel die Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“in Plauen. Der Bus war ziemlich voll. Im Bus bekam ich mit, dass es um eine Alarmierung ging. Von einem Chef war die Rede, der mit PKW eintreffen würde. Mehr konnte ich erst einmal nicht verstehen, denn ich fuhr so mit 85 kmh und da war der Robur ganz schön laut. Unterwegs machten wir zweimal eine kurze Pause. Im Anfang hatte ich Angst, dass wir es nicht schaffen, bis um 03.00 Uhr an der…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 4

    (Beiträge von Manfred N.) Manöverabschluss und Jagd in Rieth Am Empfangstag waren plötzlich „Hugos „da. Soldaten vom Wachregiment „Hugo Eberlein“, die auch unser Kfz-Regiment bewachten und natürlich auch das MfNV. Für uns gab es abends eine Flasche Bier und alle waren zufrieden. Nach ein paar Tagen ging es wieder zurück nach Strausberg. Im Januar dieses Jahres hatte ich schon einmal mit dem Sekretariat Minister zu tun. Ich sollte an einem Sonnabend um 06.00 Uhr in Berlin eine Person abholen. Diese Person würde Fahrziel und Ort kennen, wo weitere Personen zusteigen würden. Zur angegebenen Zeit war ich natürlich in Berlin. Ich…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 3

    (Beiträge von Manfred N.) Dienstfahrten nach Berlin In den ersten Wochen hatte ich viele Tagesfahrten. Dazu gehörten auch Fahrten die Abends stattfanden. An den Wochenenden habe ich Personen in die Staatsoper nach Berlin gebracht und hatte dann Zeit, Berlin zu erkunden, die Aufführungen dauerten meistens vier Stunden. Eins war aber klar, es durfte nichts passieren. Wir hatten ja einen Dienstauftrag für den“Raum Berlin“. Dieser war für den jeweiligen Monat ausgestellt. So kannte ich mich nach einer gewissen Zeit gut in Berlin aus. Damals war in Berlin ab 20.00 Uhr nicht mehr viel los. Auf der Frankfurter Allee , Warschauerstr. oder Adlergestell…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 2

    (Beiträge von Manfred N.) Überraschende Wende – Posten als „Spießschreiber“ Übrigens, man sieht sich wahrscheinlich doch immer zweimal im Leben. Den Oberstleutnant, der mich degradiert hat, habe ich im Oktober 69 noch einmal getroffen. Er hat nur geschmunzelt als er sah, dass man mich wieder befördert hatte. Dies war meine letzte Dienstfahrt vor der Entlassung aus der NVA. Soweit war es aber noch lange nicht und mir standen noch viele Monate bevor, die alle gut waren. Eines Tages musste ich wiedermal zum Ko-Chef und mit gemischten Gefühlen meldete ich mich bei ihm. Er meinte ich müsse den Posten des Spießschreibers…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 1

    (Beiträge von Manfred N.) Die Einberufung zum Kfz-Regiment 2 Der 31.10.1966 war ein schöner warmer Herbsttag. Mein Einberufungsbefehl war ausgestellt auf den 01.11.66 . Ich hatte mich aber entschlossen, einen Tag früher nach Strausberg zu fahren. Meine Gedanken waren sowieso nur noch bei der NVA, denn ich hatte mich für drei Jahre verpflichtet und war ganz schön stolz darauf. In Strausberg Süd oder wie die Einheimischen sagen, in Vorstadt erkundigte ich mich nach Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Eisenbahner empfahl mir das Hotel Süd. Eine Wegbeschreibung bekam ich gleich noch dazu. Mit der Straßenbahn fuhr ich zum Hotel. Ohne Probleme bekam ich für…

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  • Bekleidung der Berufssoldaten

    In den 80-iger Jahren hat zwar noch keiner hysterisch von Klimakatastrophe gesprochen, dennoch waren die Sommer teilweise recht heiß. Das führte in der „normalen“ Uniform zu einer „Schwitzkur“. Deshalb waren die Mitarbeiter des BA-Dienstes (BA = Bekleidung und Ausrüstung) mit Vorschlägen an der Hand, wie man die so schon recht moderne und leichte Sommeruniform noch angenehmer gestalten könnte. Das Hochkrempeln der Ärmel des Hemdes war ja auf Befehl des entsprechenden Kommandeurs schon möglich. Einfacher wäre aber einer Bluse mit kurzen Ärmeln. Ein Vorschlag, wie diese aussehen könnte, verdeutlicht das folgende Bild. Dafür hat sich Oberstleutnant Conrad als „Model“ zur Verfügung…

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  • Militärparade der NVA

    Einleitung Anlässlich des 7. Oktobers, dem Tag der Republik (offizieller Feiertag in der DDR ) wurde jedes Jahr eine Militärparade (Ehrenparade) in Berlin auf der Karl-Marx-Allee abgehalten. Für eine reibungslose Durchführung dieser Großveranstaltung waren verschiedene militärische Einrichtungen verantwortlich. Auch das Kfz-Regiment 2 hatte einen Anteil zu übernehmen. Im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Truppenteilen und Verbänden ist dieser zwar verschwindend gering gewesen, aber trotzdem hochwichtig. Denn die Militärkraftfahrer des Regiments hatten die „Hauptpersonen“ der Parade zu befördern – den Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Keßler und den Kommandierenden der Parade – Generaloberst Horst Stechbarth. NVA-Paradeteilnehmer der Ehrenparade Um den…

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  • Verkehrsregelung durch Kradregulierer

    Einleitung Für die Gewährleistung der Flüssigkeit eines Kfz-Kolonnenmarsches der NVA war es notwendig, in den öffentlichen Verkehr „einzugreifen“, damit an z.B. ampelgeregelten Kreuzungen das Marschband nicht auseinandergerissen wird. Auch Militärfahrzeuge, die aus einer Nebenstraße in die Hauptstraße einfahren, würden durch den notwendigen Halt stark behindert. Das Linksabbiegen einer Kolonne ohne Unterstützung durch Verkehrsregelung würde sich auch unmöglich verzögern. Gefahrvolle Aufgabe der Kradregulierer Es versteht sich von selbst, dass die in der NVA als Kradregulierer eingesetzten Soldaten und Unteroffiziere alle schon vorher im Besitz der Fahrerlaubnis für Kräder (Klasse A) waren, sowie auf eine Fahrpraxis verweisen konnten. Es waren also alte…

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  • Feldküche

    Feldkochtechnik Die Feldkochtechnik des Kfz-Regiment 2 war im Bestand der 9. Kompanie (Küchenzug). Dazu zählten: 4 Feldküchen Fkü 180/72 M 4 Wassertransportanhänger 900/69 Außerdem verfügte das Regiment über 6 Kleinküchen KK 15/72. Weitere Küchen- und Kühltechnik wurde im Bestand der 6. Kompanie und der 7. Kompanie geführt. So. z.B. W50 Kühlfahrzeuge, Kühlanhänger, Wassertankwagen und Speiseanhänger. Diese Technik war jedoch für das MfNV bestimmt. Bilder Technische Daten Feldküche FKÜ 180/72 Technische Daten WTA 900/69 Anhängegerät WTA 900/69 Länge 4.060 mm Breite 1.772 mm Höhe 1.760 mm Spurweite 1.542 mm Bodenfreiheit 360 mm Masse 1.580 kg Füllmenge 900 l Fahrgestell 1,2 Mp…

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  • NVA und Alkohol

    Natürlich war das Trinken von Alkohol in allen Truppenteilen und Einrichtungen der NVA verboten. Dazu gab es sogar einen Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung, ich glaube es war der Befehl 30/74, der „Alkoholbefehl“.

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  • Kfz- Park

    Unterteilung des Parks Jeder Truppenteil verfügt im Normalfall über einen Kfz- Park, in der die technisch einsatzbereiten Kfz abgestellt werden. Dieser Park wurde in verschiedene Bereiche unterteilt: Technik-Art Unterbringung G-Kfz-Technik (Gefechtstechnik) Unterbringung im Gefechtspark, Verplombung bzw. petschieren der Garagen bzw. Technik LG-Technik (Lehrgefechtstechnik)T-Technik (Transporttechnik)L-Technik (Lehrtechnik) Unterbringung im Lehrgefechtspark-Abschnitt Abstellordnung Der Offizier vom Parkdienst (OvP) n) darauf zu achten, daß die Fahrzeuge nur an der Tankstelle und unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen aufgetankt werden,o) darauf zu achten, daß abends nach Beendigung der Arbeiten im Park das Licht ausgeschaltet und die gesamte Außenbeleuchtung des Parks eingeschaltet ist,p) die Schlösser und Plomben an den…

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  • Bekleidung der Soldaten

    Video Kopfbedeckungen der NVA Video Bekleidung NVA

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  • Soldatenalltag

    Der Tagesablauf in der NVA war streng geregelt. Fast jede Stunde war verplant. Allgemeiner Tagesdienstablaufplan der Soldaten Montag bis Freitag Zeit Inhalt 06.00 Uhr Wecken der Kompanie 06.05 Uhr Frühsport 06.25 Uhr Persönliche Pflege, Stuben- und Revierreinigen 06.45 Uhr Frühstück 07.15 Uhr Vorbereitung zur Ausbildung 07.45 Uhr Morgenappell 08.00 Uhr Ausbildung (Allgemein- und Spezialausbildung) 13.15 Uhr Mittag 14.45 Uhr Dienstausgabe 15.00 Uhr Allgemeiner Dienst (Waffenreinigen, Reinigung PSA und B/A, Appelltätigkeiten, Belehrungen, 17.00 Uhr Ausgangs- und Urlaubsappell 17.00 Uhr Freizeit 18.00 Uhr Abendbrot 18.30 Uhr Freizeit 19.30 Uhr Gemeinschaftsempfang „Aktuelle Kamera“ 20.00 Uhr Freizeit 21.15 Uhr Persönliche Pflege, Stuben- und Revierreinigen…

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  • Militärkraftfahrer

    Einleitung Die Hauptperson im Kfz-Regiment war unzweifelhaft der Militärkraftfahrer (bzw. natürlich auch die Zivilkraftfahrer), wenngleich das nicht von allen Vorgesetzten möglicherweise so erkannt wurde. Dieser musste erst einmal ausgebildet und „geformt“ werden. Allerdings hatte das Regiment hinsichtlich des Personales sicher einen Vorteil, Denn aufgrund der Bedeutung der zu erfüllenden Fahraufgaben (hochrangiges Personal des MfNV fahren) wurden größtenteils schon lebens- und berufserfahrene Rekruten dem Regiment zugewiesen. 18-Jährige Soldaten gab es im Regiment nur Wenige. Diese Alterstruktur brachte natürlich wie überall sowohl Vorteile als auch Nachteile. Ein Vorteil wurde schon genannt- die Lebens- und Berufserfahrung, der vorhandene Führerschein und eine Fahrpraxis, sodass…

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  • Die Sturmbahn

    Die Sturmbahn war im Rahmen der Militärischen Körperertüchtigung (MKE) bei der Nationalen Volksarmee (NVA) und bei den Volkspolizei-Bereitschaften (VPB) in der DDR als 200 m lange Nachbildung eines Geländeabschnitts angelegt, auf dem für Gefechtshandlungen typische Hindernisse zu überwinden waren. Start- und Ziellinie lagen auf einer Höhe, so dass die zu überwindende Strecke 400 m betrug. Die Sturmbahn wurde mit Stahlhelm, Fecht-MPi (ein Holzmodell) und Gasmaskentasche überwunden. Es gab zwei Grundnormen (Sturmbahn Norm 9 im Winter und Norm 10 im Sommer). Es wurde entweder die Felddienstuniform (Sommer/Winter) oder die sogenannte Schwarzkombi (schwarzer Arbeitsoverall) getragen, zu Übungszwecken oder beim Frühsport auch Sportkleidung. Allgemeine Bestandteile…

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