Kategorie: Ausbildung
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Handgranatenfund
(Beitrag von Uwe Lieber) In welchem Jahr, weiß ich nicht mehr, war ich in der Grundausbildungskompanie eingesetzt. An dem Tag stand Handgranatenwerfen auf dem Dienstplan. 1.Durchgang Übungshandgranate; also jeder einzeln mit seinem Zünder an die Wurflinie, eingeschraubt, Splint ziehen, Werfen, Abducken und nach dem Knall vorn den Wurfkörper suchen und zurückholen. Beim zweiten oder dritten Mal Suchen, haben wir eine schöne blanke, nagelneue, noch mit Blindverschluß versehene Handgranate gefunden. Hab ich mir erst mal in die Beintasche gesteckt. Dann konnte ich die Neuen mit der größten Klappe direkt an der Wurflinie fragen, mit was sie zuerst werfen wollen; Übung oder…
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Handgranaten-Übung
(Beitrag von Hans Peter Martin) Handgranatenübung Als ich meinen Dienst 1965 als Soldat im Kfz-Regiment antrat, gab es lediglich die Schießaufgabe, mit Kalaschnikow (MPi) liegend zu schießen. Handgranatenwurf gab es lediglich im Sportunterricht mit der allseits bekannten Stielhandgranatenattrappe. Etwas später gab es dann Handgranatenimitationen, d.h. es war eine übliche Eierhandgranate F1. In einem Loch wurde eine Sprenghülse eingesetzt mit der Wirkung eines harmlosen Feuerwerkssprengsatzes. Die Übung bestand darin, diese Handgranate wie in „echt“ zu werfen. Mit nachgeahmter Zeitverzögerung detonierte der Sprengsatz mit einem lauten Knall ohne weitere Wirkungen. Ca. ab 1978 erfolgte die Forderung nach einer entsprechenden Übungserfolg mit diesen…
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Die Kfz-Lehrbahn
(Beitrag von Hans-Peter Martin) Die Kfz-Lehrbahn Der Initiator dieser tollen Webseite bat mich, etwas über die Kfz-Lehrbahn des Kfz-Regimentes zu schreiben. Bereits in meinen Erinnerungen an meine Laufbahn im Kfz-Regiment habe ich einiges zur Kfz-Lehrbahn geschrieben. Nun etwas ausführlicher. Ich habe darüber keine Aufzeichnungen mehr, deshalb ist alles aus meinem Gedächtnis heraus entstanden. Also möglich, dass einige Details nicht 100%-ig stimmen. Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, war unser Regiment für die Kfz-technische Sicherstellung des MfNV zuständig. Das bedeutete, dass alle Einberufenen zum Militärkraftfahrer ausgebildet wurden. Statt 4 Wochen Grundausbildung waren es bei uns 6 mit dem Abschluss Militärkraftfahrer, dem…
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Die verschwundene MPi
(Beitrag von Lutz Teistler) Es war Mai 1985 und wir waren mittlerweile EK geworden. Das jährliche Feldlager stand auf dem Plan und wir waren fast mit allen Wassern gewaschen. Der Alarm zum Ausrücken bereitete uns keinen Stress, der Stabsschreiber war unser Diensthalbjahr und wir hatten bereits Kaffee getrunken und saßen fix und fertig da, um in Rekordzeit unsere Waffen aus der Kammer zu holen und zum Park abzurücken. Nach einem 24-Stunden Kfz-Marsch mit zweimaligem Entfalten zwischendurch erreichten wir den Wilkendorfer Forst. Dort wurde umgehend alles für eine einwöchige Instandsetzungsübung eingerichtet. Die ausgegebene Parolefür das Lager lautete: Gielsdorf – Gurke. Die…
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CNS (CHNS)
Chemischer Nachweissatz CHNS Bestimmung:Feststellen und Bestimmen chemischer Kampfstoffe im Gelände, auf Gegenständen und in der Luft. DerNachweis beruht auf einer Verfärbung von Indikatorpapieren. Gemeinsam mit dem Kampfstoffanzeiger PChR 54 ein wichtiges Mittel zur Identifizierung chemischer Kampfstoffe.Nachweise von:– Blausäure– Phosgen– Yperit– Lewisit BestandteilePlastikhülle mit Fächern für– Indikatorpapiere (Teststreifen)– Ampullen
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WPChR
Kampfstoffanzeiger WPChR Bestimmung:Feststellung und Bestimmung von Kampfstoffdämpfen im Rahmen der chemischen Aufklärung techn. Daten:– Bestimmung von: • Soman, • Sarin, • Yperit, • Phosgen, • Diphosgen, • Blausäure • Chlorzyan • Dämpfe von V-Kampfstoffen– Zeit zur Vorbereitung der Arbeit: 2,5 .. 3,5 min– Zeit zur Bestimmung: 9 .. 18 min– Temeraturbereich für Nutzung: -40 .. +40°C Bestandteile: 1 Kastenunterteil 2 Kastenoberteil 3 Spürpumpe 4 Kassette mit Indikatorröhrchen 5 Rauchfilter PDF-1 im Folienbeutel 6 Spürpumpenaufsatz 7 Schutzkappen 8 Heizkörper 9 Heizpatronen10 Bedienungsanleitung11 Tragegurt12 Spatel Quelle: A 053/1/116, Foto aufgenommen in „NVA Ausstellung Harnekop e.V.“ Bestandteile1 Spürpumpe1 Sopürpumpenaufsatz8 Schutzkappen10 Rauchfilter1 Heizkörper mit Ampullenöffner10 Heizpatronen1 Spatel1 Kassette Indikatorröhrchen V-KS, Soman, Sarin1 Kassette Indikatorrährchen Yperit1 Tragegurt1 Kurzanleitung zum Bestimmen von Soman, Sarin und V-KS1 Nutzungsanleitung Nach oben Quelle A 053/1/116 Kampfstoffanzeiger WPChR Beschreibung und Nutzung 1976
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RWA 72
Kernstrahlungswarn- und Aufklärungsgerät RWA 72K Messteil RWA-72M und Energieteil RWA-72E Messteil RWA-72M Bestimmung:kombiniertes radiometrisches Gerät zur Bestimmung der Gammadosisleistung der Restkernstrahlung von Kernwaffendetonationen Bestand:– Messteil RWA-72M kann selbständig als tragbares, batteriegespeistes Gerät eingesetzt werden– Energieteil RWA-72E zur Speisung aus dem Bordnetz, zur Sicherstellung der Ladung und zur effektiven Warnung in Fahrzeugen Einspeisung des akustischen Signals in vor- handene Bordsprechanlagen möglich– Zubehör techn. Daten:– Messbereich: 0,2 mR/h … 300 R/h eingeteilt in 60 Schwellwerte– Anzeige: optisch, akustisch Quelle: A 053/1/117
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Verkehrsregelung durch Kradregulierer
Einleitung Für die Gewährleistung der Flüssigkeit eines Kfz-Kolonnenmarsches der NVA war es notwendig, in den öffentlichen Verkehr „einzugreifen“, damit an z.B. ampelgeregelten Kreuzungen das Marschband nicht auseinandergerissen wird. Auch Militärfahrzeuge, die aus einer Nebenstraße in die Hauptstraße einfahren, würden durch den notwendigen Halt stark behindert. Das Linksabbiegen einer Kolonne ohne Unterstützung durch Verkehrsregelung würde sich auch unmöglich verzögern. Gefahrvolle Aufgabe der Kradregulierer Es versteht sich von selbst, dass die in der NVA als Kradregulierer eingesetzten Soldaten und Unteroffiziere alle schon vorher im Besitz der Fahrerlaubnis für Kräder (Klasse A) waren, sowie auf eine Fahrpraxis verweisen konnten. Es waren also alte…
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Kolonnenmarsch
Kfz-Kolonne der NVA Kfz-Kolonnen der NVA bestehen aus mehr als drei Kraftfahrzeugen, die geschlossen mit gleicher Fahrstrecke und gleichem Fahrziel fahren. Kfz-Kolonnen marschieren unter der Leitung eines Kolonnenführers, der dazu befohlen wurde. Die Militärkraftfahrer sind dem Kolonnenführer unterstellt und haben dessen Weisungen und Befehle auszuführen. Dem Kolonnenführer ist zu Beginn des Marsches, nach Durchführung von KDwE und nach Beenden des Marsches die Einsatzbereitschaft der Kfz-Technik zu melden. Hilfstabellen für die Kartentasche des Kolonnenführers Marschtabelle Für die Planung eines Kolonnenmarsches ist die Ermittlung der benötigten Marschzeiten in Abhängigkeit der Streckenlänge und Marschgeschwindigkeit vorzunehmen. Dazu wurde folgende Tabelle verwendet: Kolonnenlänge Bei der…
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Militärkraftfahrer
Einleitung Die Hauptperson im Kfz-Regiment war unzweifelhaft der Militärkraftfahrer (bzw. natürlich auch die Zivilkraftfahrer), wenngleich das nicht von allen Vorgesetzten möglicherweise so erkannt wurde. Dieser musste erst einmal ausgebildet und „geformt“ werden. Allerdings hatte das Regiment hinsichtlich des Personales sicher einen Vorteil, Denn aufgrund der Bedeutung der zu erfüllenden Fahraufgaben (hochrangiges Personal des MfNV fahren) wurden größtenteils schon lebens- und berufserfahrene Rekruten dem Regiment zugewiesen. 18-Jährige Soldaten gab es im Regiment nur Wenige. Diese Alterstruktur brachte natürlich wie überall sowohl Vorteile als auch Nachteile. Ein Vorteil wurde schon genannt- die Lebens- und Berufserfahrung, der vorhandene Führerschein und eine Fahrpraxis, sodass…
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Die Sturmbahn
Die Sturmbahn war im Rahmen der Militärischen Körperertüchtigung (MKE) bei der Nationalen Volksarmee (NVA) und bei den Volkspolizei-Bereitschaften (VPB) in der DDR als 200 m lange Nachbildung eines Geländeabschnitts angelegt, auf dem für Gefechtshandlungen typische Hindernisse zu überwinden waren. Start- und Ziellinie lagen auf einer Höhe, so dass die zu überwindende Strecke 400 m betrug. Die Sturmbahn wurde mit Stahlhelm, Fecht-MPi (ein Holzmodell) und Gasmaskentasche überwunden. Es gab zwei Grundnormen (Sturmbahn Norm 9 im Winter und Norm 10 im Sommer). Es wurde entweder die Felddienstuniform (Sommer/Winter) oder die sogenannte Schwarzkombi (schwarzer Arbeitsoverall) getragen, zu Übungszwecken oder beim Frühsport auch Sportkleidung. Allgemeine Bestandteile…
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