Monat: Juni 2025


  • Azetylen-Gasalarm

    (Beitrag von M.N.) Eine Sache kann sehr lang her sein, doch das Gehirn vergisst nicht. Zwei Monate habe ich mich jetzt noch einmal mit meiner dreijährigen Armeezeit im Kfz-Regiment 2 in Strausberg beschäftigt. Obwohl fast sechs Jahrzehnte vergangen sind, habe ich viele Dinge nicht vergessen. Es war ja auf keinen Fall eine langweilige Zeit! Mein Dienst in der 5.Kompanie als KfZ-Gruppenführer, Kraftfahrer bzw. Spießschreiber war in jeder Funktion Interessant. Am meisten erlebt man aber auf der Straße. Eines Tages hatte ich den Auftrag, Gas und Sauerstoff für unsere Werkstatt zu holen. Dazu musste ich nach Berlin fahren. Mit einem LO 1800…

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  • Kompaniechef veralbert

    (Beitrag von M.N.) Mich hatte es wieder einmal erwischt .Am Freitag eingeteilt zum 24-Stundendienst (Unteroffizier vom Dienst = UvD) . Am Montag hatte ich erst wieder einen Fahrauftrag. Ich konnte mich aber nicht davor drücken und Sonnabend zu Sonntag wäre noch blöder gewesen. GUvD war ein Gefreiter und EK. Wir sind 14.00 Uhr zur Vergatterung. OvD war ein ruhiger Hauptmann und es würde eine ruhige Wache werden. Nach der Ablösung der vorherigen Wache machten wir es uns erst einmal bequem. In der Baracke war es sehr warm und die Obrigkeit war noch da, sodas wir noch nach Dienstvorschrift bekleidet waren.…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 20

    (Beitrag von Manfred N.) 31.10.1969 Ich habe es doch nicht fertig gebracht, zu verlängern. Im Ostbahnhof treffe ich auf Charlie. Ein Mann aus Aue, der mit mir zusammen in der Grundausbildung gewesen ist. Er wollte aber Militärkraftfahrer werden und wurde nach  der Grundausbildung in die PKW-Kompanie versetzt und fuhr dann einen M21. Wir hatten in den fast drei Jahren Strausberg kein Wort miteinander gesprochen, weil wir uns ganz einfach nicht gesehen haben. Wenn wir uns gesehen haben, dann nur im Gegenverkehr. Unsere Begrüßung war dementsprechend. Es war so gegen 19.00Uhr und wir sind gleich in die Mitropa. Unser Zug ging…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 19

    (Beiträge von Manfred N.) Messe der Meister von Morgen – MMM Der letzte Monat meiner Dienstzeit hatte begonnen. So was wie Wehmut kam ab und zu in mir hoch. Da waren die Angebote seitens der Kompanie, meine Zeit zu verlängern! Vielleicht erst noch einmal um drei Jahre? Es gab aber auch eine neue Freundin und der hätte ich gar nicht mit einer Verlängerung kommen brauchen. Diese Entscheidung viel mir unheimlich schwer und so wurde die Angelegenheit hinten ran gestellt. Einen neuen Fahrauftrag gab es auch und lenkte erst einmal ab. Es war eine zentrale „Messe der Meister von Morgen“ an…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 18

    (Beiträge von Manfred N.) Fahrt nach Ilmenau In der Kompanie hatten wir wieder Reservisten. Fast alle hatten einen Personenbeförderungsschein. Im Fahrdienstauftrag stand eine Fahrt nach Ilmenau. Der Zugführer hatte mich eingetragen. Ich lese den Auftrag und sehe, dass ich morgens um 09.00 Uhr in Ilmenau sein muss. Der Auftrag lautet, bei einer Firma die Baracken herstellt, das Aufbaupersonal nach Berlin zu bringen. Die Teile sind schon in Berlin und sollen in einem Objekt in der Schnellerstraße montiert werden (erfahre ich erst über die Fahrdienstleitung). Ich rechne auf der Karte und komme auf fast 400 km. Eine Strecke, wie soll das…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 17

    (Beiträge von Manfred N.) Fahrt zur Volksbühne in Berlin Nur wenige Wochen noch und meine Armeezeit wäre Geschichte gewesen! Wie heißt es doch? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ein Zivilangestellter war erkrankt, ich musste für ihn einspringen. War nur eine Kleinigkeit. Fahrauftrag lautete 13.30 Uhr Parkplatz Ministerium, Fahrziel Berlin Volksbühne. Wahrscheinlich ging es um den 20.Jahrestag der Republik, irgend eine Feier. Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist ein Theater in Berlin-Mitte. Die Bühne entstand 1890 während einer Gründungsversammlung des Vereins Freie Volksbühne. Das heutige Theater befindet sich am Rosa-Luxemburg-Platz im Ortsteil Mitte, es wurde 1913–1914 aus Spenden…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 16

    (Beiträge von Manfred N.) Luft-Nachbarn Die Burschen von der „Luft“ wollten, glaube ich, mit niemanden etwas zu tun haben. Als Schüler im Regiment bzw. als Ausbilder in der Zeltstadt waren ihre Flugzeuge nicht zu überhören. Früh um 04.00 Uhr ging das Spektakel los. Die Flugzeuge mußten warmlaufen. Bei uns in den Baracken hat man es gar nicht mehr so wahrgenommen. Video AN 2 in Strausberg Die LSK Leute (LSK = Luftstreitkräfte der DDR) hatten ihr Baracken neben unseren. Wenn sie an ihren Sportgeräten umherturnten waren wir „Schwarzen“ (Der Kfz-Dienst hatte die Waffengattungsfarbe schwarz) Luft für sie. Mit denen kam man einfach…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 15

    (Beiträge von Manfred N.) 5. Turn- und Sportfest in Leipzig Im Juli 1969 endlich wieder eine Fahrt mit jungen Leuten. Das 5.Turn und Sportfest wurde in Leipzig ausgetragen. Ich glaube es war die Abschluss-Veranstaltung. Am Nachmittag dann das Fußballspiel DDR-Ungarn, das wohl Tradition war. Nun wir kommen beim Stadion an und ich werde gefragt, ob  ich auch Zivilklamotten mit hätte? Ich frage zurück, schämt ihr euch mit einem Soldaten zu gehen.? Natürlich nicht!Hole meinen kleinen Koffer aus der Seitenklappe und bin im Nu umgezogen. War auch gut so, denn es war ein heißer Sommertag. Soviel Menschen hatte ich noch nie auf einmal gesehen.…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 14

    (Beiträge von Manfred N.) Zurück in der Kompanie Wir kommen in Strausberg an und der Ko-Chef ist gerade im Gehen. Als er mich sieht, sagt er nur, die drei Tage holen Sie nach! Vielleicht in Waldsieversdorf, wo auch noch ein Knast sein sollte.? Ich war gleich geschockt. Warum haben die mich zurück geholt? Ich gehe beim UvD vorbei und der sagt, du sollst für Morgen deinen Bus fertig machen. Auf dem Einsatzplan steht Halle/Leipzig fünf Tage. Abfahrt 13.00 Uhr MfNV. Erfahre am nächsten Tag von der Fahrdienstleitung den Abfahrtsort. Scheint eine wichtige Sache zu sein. So um die 10 Mann…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 13

    (Beiträge von Manfred N.) NVA-Knast-Leben   Am nächsten Tag, ich bin noch in der Zelle kommt der Chef vom Knast zu mir rein und beginnt mich auszufragen. Woher ich komme, wieviel Jahre ich in die Schule gegangen usw. Ich erzähle ihm Einiges und er fängt an von sich zu erzählen, er war BFC-Fan und hatte da wohl auch einen Posten, außerdem säße er bei Spielen in Berlin immer  auf der Tribüne in der Nähe von Mielke. Beeindrucken konnte er mich damit aber nicht, denn ich hatte ja auch oft mit hohen Leuten zu tun gehabt. Ich wusste nicht, was der mit…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 12

    (Beiträge von Manfred N.) Ein schwarzer Tag – Wachvergehen Ich weiß nicht mehr ob man mich zu diesem Zeitpunkt schon wieder befördert hatte. Wahrscheinlich war ich aber UvD, denn das Vorkommnis muss so um 02.30 Uhr gewesen sein. Von unserem Waschraum habe ich ja schon einmal geschrieben. Es war schlechtes Wetter und ungemütlich. Die äußere Tür von unserer Baracke klemmte etwas und in der Nacht hörte man, wenn jemand sie öffnete. Sie quietschte auch! Die zweite Tür war auch eine Doppeltür. Die rechte Seite war immer auf und hinter der linken Seite stand der UvD-Tisch. In der Baracke hat es immer…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 11

    (Beiträge von Manfred N.) Besichtigung Schützenpanzer BMP1 Ich habe über verschiedene Fahrten berichtet. An all diesen Fahrten war immer ein Höhepunkt, so dass ich mir viel von dem Erlebten gemerkt habe. Auch besondere Anlässe spielten dabei eine Rolle. Unsere „Arbeit“ war aber viel mehr als diese Sonderfahrten. Tag für Tag unterwegs in Gebiete, wo viel NVA angesiedelt war. Mit Inspektionen in Leipzig und Halle, wo ich bald wie zu Hause war. Da waren Fahrten, die einen Tag dauerten aber auch Fahrten die mehrere Tage in Anspruch nahmen. Eigenartigerweise haben wir da nie in Kasernen geschlafen (Nur in Plauen in der…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 10

    (Beiträge von Manfred N.) S-Bahn Ausfall – Busersatzverkehr Mein Kollege B.F. und ich waren Morgens bei Zeiten auf dem Park um, unsere Busse zu reinigen. Mittags hatten wir jeder eine Fahrt. Wir standen noch bei den Bussen und quatschten, als einer von der Fahrdienstleitung kam! Ihr müsst sofort los nach Süd! Die S-Bahn Strecke nach Nord war gesperrt worden. Nun standen die ganzen Offiziere in Süd (Vorstadt) und kamen nicht nach Nord. Nur unsere zwei LOs standen noch zur Verfügung. An der Kompanie vorbeifahren und Fahrtenbücher holen ,dann mit karacho nach Vorstadt. Wir hätten bestimmt jeder 4 mal fahren müssen, aber…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 9

    (Beiträge von Manfred N.) Gästehaus Schloss Wilkendorf Ich glaube, es war an einem Sonnabend. Irgend eine Maßnahme der Regierung war angesagt, oder der NVA? Die Busse wurden mit roten Schleifen an den Spiegeln und das „Kühlergrill“ mit einer DDR Fahne geschmückt. Passte uns nicht, war aber so befohlen! Mein Befehl lautete: 09.00 Uhr am Gästehaus des Ministers in Wilkendorf  zu stehen. Fahrziel war Berlin . Es waren Sparmaßnahmen angesagt. Alle Personen, die an dieser Maßnahme teilnahmen, mussten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Strausberg kommen. Es ging einfach darum, zu zeigen, dass auch in der NVA gespart wurde. Jeden Monat wurde der…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 8

    (Beiträge von Manfred N.) Kulturkonferenz in Cottbus Im Sommer 1969 war ich Fahrer einer Delegation der NVA zur Kulturkonferenz in Cottbus. Die Konferenz fand im Haus der Bauarbeiter statt. Das war wohl das Kulturhaus der Cottbusser. Es gab einen großen Saal, in dem die Konferenz stattfand. Zur Begrüßung erhielt jeder Teilnehmer eine Schreibmappe mit Kugelschreiber. Die Mappe sah gut aus und ich bekam natürlich auch eine. Das war meine ganze Teilnahme an der Konferenz. Sehr viele junge Männer und Frauen waren Teilnehmer. Der Minister für Kultur Klaus Gysi (Vater von Gregor Gysi )hielt die Eröffnungsrede. Etwas musste ich mir für die…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 7

    (Beiträge von Manfred N.) Fahrt nach Wünsdorf zur Sowjetarmee Mit zwei LO-Bussen, Fahrgäste waren Offiziere des MfNV, fuhren wir nach Wünsdorf. So weit ich mich erinnern kann, wurden wir zweimal kontrolliert. Die Offiziere stiegen aus und wir Fahrer sollten warten, mit der Mitteilung, es wird länger dauern. Ja, überall hätten wir uns etwas „angesehen“ aber bei den „Russen“ konnten wir nicht so durchs Gelände fahren. Nun, wir gammelten so an unseren Bussen rum. Ein russischer Offizier, ein Leutnant kam zu uns und forderte uns auf, ihm zu folgen. Wir sagten, wir müssen bei den Bussen bleiben, er meinte nur alles…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 6

    (Beiträge von Manfred N.) Urlauberaustausch Heute berichte ich von einer dieser Fahrten. Diese eine Fahrt war die verrückteste! Es sollte eine bulgarische Delegation sein. Pünktlich waren wir in Schönefeld. Ein Hauptmann war der verantwortliche Offizier für die nächsten drei Tage. Die Maschine kam pünktlich um 11.00 Uhr an. Wir standen mit dem Bus schon auf dem Parkplatz im Inneren des Flughafengeländes. Die Gangway wurde rangefahren und unsere Leute kamen die Treppe runter. Es waren alles Ehepaare (nahm ich an) und eine Frau mit Tochter. Ohne Zollkontrolle, das war wohl so vereinbart, ging es aus dem Flughafengelände wieder raus. Unser nächstes ZIel…

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  • Erinnerungen an den Dienst im Kfz-Regiment – Teil 5

    (Beiträge von Manfred N.) Inspektion der Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“ Wieder einmal ein Einsatz der mehrere Tage ging. Abfahrt 21.00 Uhr in der Philipp-Müllerstr.. Ziel die Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“in Plauen. Der Bus war ziemlich voll. Im Bus bekam ich mit, dass es um eine Alarmierung ging. Von einem Chef war die Rede, der mit PKW eintreffen würde. Mehr konnte ich erst einmal nicht verstehen, denn ich fuhr so mit 85 kmh und da war der Robur ganz schön laut. Unterwegs machten wir zweimal eine kurze Pause. Im Anfang hatte ich Angst, dass wir es nicht schaffen, bis um 03.00 Uhr an der…

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