Monat: Oktober 2025


  • Krankentransport wegen Blinddarm

    (Beitrag von Manfred N.) Auch das gehört zu meiner dreijährigen Armeezeit – nach einem Kurzurlaub im Januar oder Februar 1968 musste ich meine Rückreise ins Regiment unterbrechen. Ich bin Sonntag nach K.-M.-Stadt gefahren, um abends mit dem Zug nach Berlin weiterzufahren. Schon im Bus nach K.-M.-Stadt war mir übel. Auf dem Bahnhof treffe ich  einen Schulkameraden und wir beschließen, in die Mitropa zu gehen. Ich hatte noch drei Stunden bis zu Abfahrt des Zuges. Nach dem ersten Bier war mir nicht mehr so übel und es gab noch ein paar Bier mehr! Auf dem Weg zum Zug bekam ich Schmerzen im…

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  • Fahrt mit defekter Kupplung

    (Beitrag von Manfred N.) Während einer Inspektionsfahrt rund um Leipzig  mit Offizieren der Verwaltung Technik bemerkte ich, dass  die Kupplung des Busses anfing zu rutschen. Es war der vorletzte Tag der Reise. Der Chef der Inspektion meinte, das geht schon noch! Am nächsten Tag, Freitag, sollte es zurück nach Strausberg gehen. Man merkte jetzt ganz deutlich, vor allem hörte man es auch, dass der Motor hoch drehte, aber keine Leistung brachte. Die Meinung ging hin und her. Anderen Bus anfordern. Für mich Abschlepper bestellen. War ich strikt dagegen. Ich war ja schon einmal von der Raststätte Köckern nach Strausberg geschleppt…

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  • Alarm im Ministerium

    (Beitrag von Manfred N.) Irgendwann 1969 wurde in den frühen Morgenstunden Alarm ausgelöst. Den Ablauf bei einer Alarmierung war ja jedem bekannt. Schnell merkten wir, dass auch das Ministerium Alarm ausgelöst hatte. Waffenempfang, aber keine Munition, das beruhigte erst einmal. Volle Ausrüstung war befohlen. Wir als Pistolenträger hatten es ja leichter. Aber die LKW-Fahrer hatten ja alle eine MPI noch zu schleppen, dazu noch die Magazintaschen. Auf dem Weg zum Park musste man sehr aufpassen, denn wir mussten ja über die Straße zum KdP, da wir ja gegenüber vom S-Bahnhof Nord in den Baracken stationiert waren. Ein M21 nach dem anderen verließ das…

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  • Orientierungsmarsch

    (Beitrag von Manfred N.) Der Höhepunkt unserer Ausbildung war ein Alarm, der uns eine Woche vor unserer Ernennung zum Unteroffizier aus den Betten scheuchte. Teil 1und Teil 2 vom Sturmgepäck  wurde befohlen. Inhalt Teil 2: 1. Pullover 2. Versiegeltes Einsatzset (Einsatzgarnitur): 3. Dienstjacke und -hose (nur im Sommer) /  Felduniform (nur im Winter) 4. Decke (mit Riemen über dem Sturmgepäck befestigt) Anschließend Waffenempfang an der Waffenkammer der 2.Kompanie. Alles natürlich im Laufschritt. Das Sturmgepäck waren wir überhaupt nicht gewohnt, dazu noch die Kalaschnikow. Wir waren schon bedient, als wir auf dem Kfz-Park ankamen. Jede Gruppe hatte ja einen S4000 als Trainingsfahrzeug…

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  • Sturmangriff mit Platzpatronen

    (Beitrag von Manfred N.) In der letzten Woche unseres Lehrganges gab es noch einmal einen Höhepunkt. Wir sollten noch einmal ins Gelände. Ein Sturmangriff sollte geübt werden. Waren wir denn Sandlatscher? Es hieß, es gibt Platzpatronen und alle waren auf einmal zufrieden. Ich weiß nicht mehr, wieviel jeder Platzpatronen bekam. War aber kein volles Magazin. Nun wir waren eine Kette von 14 oder 15 Soldaten. Sehr beeindruckend, die Knallerei. Wann kann man schon mit der MPi einmal Dauerfeuer schießen, wenn auch nur mit Platzpatronen! Zum Schluss dieses Spaßes war ein Magazin verloren gegangen, was wir zu unserem Glück fanden, denn wir…

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  • Mit LO 1800 zum Zelten

    (Beitrag von Manfred N.) Ferienzeit 1967. Freitag früh zum Ko-Chef. Ich werde gefragt, ob ich eine Fahrt übernehmen würde. Kam aber kaum vor, dass man als Gruppenführer eingesetzt wurde. Höchstens mal als Verantwortlicher, wenn es ums Abschleppen von KFZ oder mit Tieflader um Heimholung von defekten PKWs ging. Von meiner Gruppe waren wohl auch drei Mann in Urlaub. Jedenfalls ging es um eine Anforderung der PHV (Politische Hauptverwaltung der NVA). Ging von Freitagmittag bis Montagabend. Ich musste erst nach Eggersdorf in die Kaserne. Dort wurde ich schon erwartet. Vom Ko-Chef hatte ich noch mit auf den Weg bekommen, wenn möglich,…

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  • Hauptschalter defekt

    (Beitrag von Manfred N.) Ich hatte wieder einmal eine ausländische Delegation im Urlauberaustausch nach Wernigerode ins Florian Geyer gebracht. (Unterkunft der NVA) Erst am späten Nachmittag kamen wir in Wernigerode an, da unsere Abfahrt in Grünheide sich verzögert hatte. Der Leiter der Einrichtung, ein Major, kam gleich bei unserer Ankunft zu mir und erklärte, deine Kompanie hat sich gemeldet. Ich sollte auf jeden Fall an dem Tag nach Strausberg zurück. Das war so ungefähr um 15.00 Uhr. Meine Planung war ganz anders. Ich war ja schon einige Tage mit den ausländischen Gästen unterwegs. Ich wollte mir ein paar schöne Stunden…

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  • Ministerreserve in Eggersdorf

    (Beitrag von Manfred N.) Es muss im März oder April 1967 gewesen sein. Eines Tages hieß es am Morgen nach dem Frühstück, heute fahren wir nach Eggersdorf, um Auto zu putzen. Wir konnten damit nichts anfangen. Also alle Mann auf einen S4000 und es ging los. Der verantwortliche (Uffz.)-Schüler durfte hinters Lenkrad. Jeder Schüler war einmal verantwortlich, zum Essen führen, Meldung an den Lehrgangsleiter und beim Selbststudium. Zeitweise haben wir auch beim Exerzieren uns selbst kommandiert. Viel gelacht wurde auch. Zwei Spaßbremsen hatten schon frühzeitig in den Sack gehauen. Wurden entpflichtet. In der Kaserne in Eggersdorf befand sich eine große Halle.…

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  • Panne mit Gaspedal

    (Beitrag von Manfred N.) Obwohl die Fahrzeuge, mit denen ich zu tun hatte, gar nicht so alt waren und auch von den gefahrenen Kilometern her wenig beansprucht worden sind, gab es doch hin und wieder kleinere Pannen. Bei meiner Fahrt nach Zittau ins Roburwerk war es so. Wir wollten Freitag früh wieder los. Der LO sprang auch gut an, obwohl es kalt war. Ich merkte, das Gaspedal bewegte sich nicht. Der Motor tuckerte nur im Standgas bei gezogener Starterklappe. Im Winter 67/68 gab es viel Schnee. Schon bei der Hinfahrt nach Zittau gab es Probleme auf den Straßen. Fahrzeuge, die Hilfe…

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  • Hohen Besuch „verschlafen“

    (Beitrag von Lutz Teistler) Nach meiner Erinnerung war es August 1985, als ich mit Waldi Parkdienst hatte. Parkdienst in der Achten hieß, sich irgendwo in den Hallen oder an den Fahrzeugen nützlich zu machen.Das war zum Beispiel das Ausbessern kleiner Lackschäden nach Einsätzen mit schwarzer Nitrofarbe oder dem armeetypischen Chlorbuna. Diesem mattgrünen Farbton versuchten wir einmal während eines Parktages ein gefälliges Aussehen zu geben und vernebelten drei Liter Sprühöl über die Fahrerhäuser von drei LO und einem Ural. Hinterher schön abwischen und die Dinger glänzten, als kämen sie gerade aus dem Werk.Dies führte allerdings zu einem heftigen Anschiss von Ufw…

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  • Üble Soldatenscherze

    (Beitrag von Manfred N.) Die Truppenverpflegung in der NVA war in den Kasernen nach Dienstgradgruppen getrennt. So gab es einen Speiseraum für die Regimentsführung, einen für Berufssoldaten (Berufsunteroffiziere und Offiziere), einen für Zeitsoldaten (Unteroffiziere) und zuguterletzt natürlich einen Mannschaftsspeisesaal. Der Speisesaal der Unteroffiziere im Regiment war ja allen bekannt. Er war neben dem Mannschaftssaal gelegen und nur durch eine Mauer abgegrenzt, die nicht bis an die Decke reichte. Oft kam es vor, dass Lebensmittel von den Soldaten über die Mauer geschmissen wurden und wenn man Pech hatte, landete schon einmal eine Scheibe Brot auf der Uniform. Dann konnte man froh sein,…

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  • Stabs-Schreiber in der Geschäftsstelle

    (Beitrag von H.-Peter Nicolai) Dienstzeit im Kfz-Regiment 2 – Erinnerungen Mein Name ist Hans-Peter Nicolai, Jahrgang 1955. Meinen Grundwehrdienst leistete ich vom 03.05.1979 bis 30.10.1980 im Kfz-Regiment 2. Die Grundausbildung absolvierte ich in der 6. Kompanie unter Major Butz, Zugführer war Leutnant Mann. Nach der Ausbildung wurde ich – wohl auch wegen meines Studiums – in den Regimentsstab versetzt und als Schreiber in der Geschäftsstelle eingesetzt. Diese leitete die Zivilangestellte Frau Fietsch; mein unmittelbarer Vorgesetzter war der stellvertretende Stabschef, Major Abraham. Aufgaben im Stab Eine prägende Begebenheit An einem Freitag beorderte mich Major Abraham in sein Zimmer. Er bat mich,…

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  • Eiserne Rationen im Keller

    (Beitrag von Manfred N.) Am Exerzierplatz befand sich auf der rechten Seite, gesehen vom Stabsgebäude, ein Zugang zum Keller oder Bunker oder wie immer dieses Lager bezeichnet wurde. Sechs oder sieben von uns  U-Schülern, ich natürlich wie immer dabei, weiß auch nicht was ich verbrochen hatte, wurden in dieses Lager geführt. Ich kann mich nicht erinnern, was dort alles gelagert war. Nun, wir sollten „Eiserne Rationen“ das waren kleine wasserdichte Kartons, die aus zwei Teilen bestanden, leeren. Alles wurde schön getrennt wieder in große Kartons gebracht. War keine schlechte Arbeit. Die Kartons waren an den Hälften mit einem klebrigen Isolierband verschlossen,…

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  • Wache auf Kfz-Park

    (Beitrag von Manfred N.) Als Unteroffizier war ich einmal Wachhabender auf dem Kfz-Park, es war noch zu Zeiten, als ich in der 5.Kompanie war. Ein Posten stand am Eingang zum Park und kontrollierte den Einlass. Ein weiterer Posten war am Gefechtspark platziert und ein Dritter lief Streife. Insgesamt hatte ich sechs Posten. Alle zwei Stunden wurde abgelöst. Ein Anbau hinter der Fahrdienstleitung war unsere Wache. An dem Tag war sehr schlechtes Wetter und auf dem Park war nichts los, außer dem üblichen Tagesverkehr. Wenn jemand kam, dann waren es Soldaten, die auf Fahrt gingen. Am Tag wurde es nicht so…

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  • Kartoffel-Strafarbeit

    (Beitrag von Manfred N.) Die Gruppe von Stabsfeldwebel Jeromin, zu der ich ja als Uffz.-Schüler auch gehörte, wurde zum Kartoffeln schälen kommandiert. Diese Maßnahme sollte nach Dienstschluss geschehen. Ich kann mich an den Grund nicht mehr erinnern. War es eine kollektive Strafe und wir hatten etwas verbockt? Oder hatten wir uns freiwillig gemeldet? Nun der Grund bleibt ein Geheimnis. Wir sieben U-Schüler saßen um eine große Wanne und schälten Kartoffeln. Für alle war es das erste Mal und so sahen die Kartoffeln auch aus. Ich glaube, wir hatten um 19.00 Uhr begonnen mit der Schälerei. Am Anfang war noch einer von…

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  • „Probefahrt“ zum Sauschlachten

    Beitrag von Manfred N.) Noch nicht lange Busfahrer und ich hatte doch sehr schnell mit den anderen zwei Fahrern auf dem Zimmer Freundschaft geschlossen. Einer stammte aus Magdeburg und war auch im zivilen Leben Busfahrer. Der andere hatte es gar nicht weit nach Hause, denn er war aus Kagel bei Grünheide. Es muss Mitte November 1968 gewesen sein, ich war noch nicht lange in der 3.Kompanie als B.F. vom Kurzurlaub kam und erzählte, dass er eine Einladung zum Sauschlachten hätte. Wer wissen will, was beim Hausschlachten abläuft, kann hier schauen: https://www.hasborn.de/wp-content/uploads/own-fotobuch-h-simon/p056/p056.html Oder hier: https://www.widdershausen.de/hausschlachtung.html H,K. aus Magdeburg hatte eine Fahrt mit…

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  • Kabarett ohne Makarow

    (Beitrag von Manfred N.) Immer wenn ich denke, mein Wissen über  meine Zeit im Regiment ist erschöpft und ich kann nichts mehr berichten, fällt mir sofort wieder etwas ein. Es gab ja viele Erlebnisse und über einen großen Teil habe ich informiert. Aber auch die kleinen Sachen waren teilweise interessant. Mein Verhältnis zum Spieß z.B. – als  sein Gehilfe hatte ich freie „Bahn“und habe mir als Spießschreiber alle Mühe gegeben, trotzdem kam ich mit ihm nicht zurecht. Vielleicht hatte er familiäre Probleme? Warum hatte ich ihm zweimal zwei Stempel in meinen Berechtigungsschein zur Fahrerlaubnis zu verdanken, als er zur KI…

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  • Fahrt nach Wolfen

    (Beitrag von Manfred N.) Im Frühjahr 1968 kam Günter Beier zu mir und fragte mich, ob ich Lust hätte, mit auf eine Fahrt nach Wolfen zu kommen. Hatte ich natürlich, denn als Spießschreiber kam ich nicht oft raus aus der Kompanie. Der Spieß hatte nichts dagegen. Günter Beier war der, welcher die Schlacke (Volleyballplatz-Bau) gefahren hatte. Mir war klar, dass er auch zu Hause vorbeischauen wollte, denn er stammte aus Köthen. Einer von denen, die ständig mir und mich verwechselten. War schon manchmal drollig, ihm zuzuhören. Unser Fahrziel war die Filmfabrik Wolfen. Günter war Fahrer von einem W50 Kipper und…

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  • Westwaren im Ministerium

    (Beitrag von Manfred N.) Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal in der MHO im Ministerium gewesen bin. Jedenfalls war es für mich ein Schock zu sehen, was es da alles zu kaufen gab! Vieles was es da gab, war mir durch Pakete, die wir von der Verwandschaft aus dem „Westen“ erhielten bekannt. Es war schon komisch, wir redeten nur vom Klassenfeind und hatten seine Waren in unserer Verkaufsstelle. Es hat eine Weile gedauert, bis ich damit zurechtkam. Da war es wieder, diese Gedanken vom „Wasser predigen und Wein trinken“. Einmal kam diese Sache auch von einem „EK“…

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  • Die 10 Gebote

    (Beitrag von Manfred N.) Die 10 Gebote der sozialistischen Moral und Ethik von Walter Ulbricht 1958 erschaffen, wurden zur damaligen Zeit als richtungsweisend propagiert. Überall traf man auf die „Zehn Gebote“! Auch im Stabsgebäude des Regiments hing auf einem Flur eine große Ablichtung. Auf den Parteiversammlungen in der Kompanie wurden diese Gebote immer gepredigt. Vieles traf ja auf die NVA zu. Ob es um Solidarität ging oder den Schutz unserer Republik, keine Frage, dafür waren alle. Alle waren aber auch Menschen! Vielleicht war ich zu der Zeit etwas naiv und habe alles zu wörtlich genommen. Wie (aus einem anderen Beitrag…

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