Fahrdienstleitung


Fahrdienstleitung

Das Herz des Regiments war keinesfalls der Stab, wie es in militärischen Einheiten üblich ist. Denn die Brisanz der Aufgabenerfüllung lag in der Absicherung eines reibungslosen „Taxi-Betriebs“ für die Nutzer des Ministeriums. Die Fahrdienstleitung war für das Abwickeln dieser Aufgaben zuständig und stand deshalb in direkter Verbindung zum Ministerium und deren Verwaltungen bzw. Chef-Vorzimmer. Der Anruf über Telefon aus dem Vorzimmer löste folgende Handlungen aus:

  1. Anruf über Telefon aus dem Vorzimmer der Stellvertreter Minister oder der Verwaltungschefs in der Fahrdienstleitung und Bestellung des Militärkraftfahrers „Müller-Meier-Schulze“ für x- Uhr.
  2. Anruf des Diensthabenden der Fahrdienstleitung über Wechselsprechanlage in der Kompanie des Militärkraftfahrers beim Unteroffizier vom Dienst (UvD) mit der Weisung: „Soldat Müller-Meier-Schulze um 17:00 Uhr vorfahren!“
  3. Unteroffizier vom Dienst ruft über Kompanielautsprecher: “ Müller-Meier-Schulze vorfahren“
  4. „Müller-Meier-Schulze“ bereitet sich auf seinen Einsatz vor, empfängt beim UvD seine Fahrzeugpapiere und geht in den Kfz-Park und bereitet sich auf seinen Einsatz vor (Kontrolldurchsicht vor dem Einsatz = KDvE) und meldet sich bei der Fahrdienstleitung zum Verlassen des Kfz-Parks.
  5. Danach steht er hoffentlich pünktlich vor Haus x-y-z des Ministeriums für Nationale Verteidigung und kann den Nutzer General oder Oberst A-B-C nach Hause bringen.

Bild der Fahrdienstleitung

Fahrdienstleitung des Kfz-Regiment 2 an der Einfahrt zum Kfz-Park, rechts im Hintergrund PKW-Garagen der 2. Kompanie

Kfz-Einfahrt 2022

Kfz-Einfahrt 2022 – links im Bild die Schleppdachstellplätze der 5. Kompanie für UAZ 469

Personal der Fahrdienstleitung

LeiterMajor Stöwsand, Major Grochowski,
MitarbeiterMajor Zickert, Major Stark
Stabsfeldwebel Phillippi
Stabsfeldwebel Mosch
Stabsfeldwebel Richter (Er war zuvor viele Jahre Delegationsfahrer in der 1. Kompanie, dann 1981 – 1983 Uffz. FE, im Anschluss April 1983 – 1988 Fahrer von GL Ludwig, Chef Kader der NVA und bei Anwesenheit Fahrer von Armeegeneral Anatoli Gribkow.
Aus einen nicht bekannten Grund wurde er von seinem Fahrerposten entbunden und in die Fahrdienstleitung „strafversetzt“. Vielleicht hatten die Mitarbeiter der Verwaltung 2000 ihre Hände im Spiel.