Kategorie: Erinnerungsbeiträge


  • Erinnerungen an die 2. Kompanie

    (Beitrag von Roland Schulze) Mein Name ist Roland Schulze, ich habe im KFZ-Regiment 2 meinen Grundwehrdienst in der Zeit Mai 1988 bis Oktober 1989 geleistet. Ich war in der 2. Kompanie als Fahrer eines AWE hauptsächlich für die Nutzer der Abteilung ORG im Ministerium für Nationale Verteidigung tätig in dieser Zeit. Man hat viel erlebt in dieser Zeit, rückblickend sicher mit einem milderen Filter für das Erlebte, aber auch mit der Erfahrung & der Gewissheit, dass es im Vergleich mit den zahlreichen Fahrten und Erfahrungen in anderen Kasernen, Truppenteilen und Waffengattungen, es ein ziemliches Privileg war, die schwarzen Schulterstücke zu…

    Mehr


  • Clever oder unfair

    So habe ich mir oft die Frage gestellt, wenn ich über diese Begebenheit berichte. Irgendwann im ersten DHJ rückte die Kompanie zum Schießen aus. Es war das erste Kompanieschießen, welches wir mitmachten. Zum Schießplatz wurden wir von Kraftfahrern einer anderen Kompanie gefahren, da wir in der Achten keine Mannschaftstransporter hatten.

    Mehr


  • Oktober 1968 – Fahrt nach Berlin

    (Beitrag von Manfred N.) Mir ist wieder etwas eingefallen. Ich war noch gar nicht lange Busfahrer, als ich eine Fahrt nach Berlin hatte. Das Ungewöhnliche an dieser Fahrt auf der Anforderung von der Fahrdienstleitung stand 22.00 Uhr. Melden im Haus oder Block im Ministerium. Nummer ist mir nicht mehr in Erinnerung. Alle rätselten. War überhaupt nicht oder sehr selten, so eine späte Zeit und dann noch im Ministerium melden! Einen Tag vorher habe ich versucht, von der Fahrdienstleitung etwas zu erfahren, aber die hatten auch keine Ahnung. Man riet mir ins Ministerium zu fahren und den Standort zu suchen, wo ich…

    Mehr


  • 45 Jahre später

    Der S-Bahnhof Strausberg Nord ist die Endstation der Linie S5. Die Verlängerung der Linie nach Strausberg Nord (ursprünglich ging die S-Bahn nur bis Strausberg-Vorstadt) wurde in den 50-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts extra für das hier angesiedelte Ministerium für Nationale Verteidigung gebaut. So gesehen waren die Fahrgäste der S-Bahn hauptsächlich Armeeangehörige oder Neueinberufene (Rekruten). Für diese war die S-Bahn-Endstation zugleich auch Endstation des bisherigen Zivillebens und zugleich der Beginn eines neuen Lebensabschnitts – der des militärischen Dienstes. So auch für Hans-Peter Nicolai, der nach seiner obligatorischen Grundausbildung als Stabsschreiber im Regimentsstab tätig war. Seine Beiträge sind hier zu finden: Gelegentlich…

    Mehr


  • Ein unvergesslicher Disko-Abend

    (Beitrag von Lutz Teistler) Nach dem Stress mit der Wasserkuh war mir am Abend nach Abwechslung. Wir lagen in der Nähe von Bestensee, von dort stammte der Soldat B., welcher mit mir zur Übung war. Der lag mir seit Stunden in den Ohren, dass ja heute in Bestensee Disco wäre, er dort den gesamten Jugendclub kennt und wir auch so reinkommen würden, d.h. ohne Eintritt und egal, wie voll es ist. Diesen Floh setzte er auch den Kameraden der Neunten (Kompanie) ins Ohr, welche als Kradregulierer mit zur Sicherstellungsübung waren. Dort traf er auf gesteigertes Interesse und so fragte mich…

    Mehr


  • Kampf gegen die Wasserkuh

    (Beitrag von Lutz Teistler ) Eines Tages, und ich weiß beim besten Willen nicht mehr genau wann, erhielt ich einen Befehl zur reparaturtechnischen Sicherstellung einer „Übung“. Worum es konkret ging, sagte man mir nicht.Also machte ich meinen Werkstatt-LO abfahrbereit, hängte den Einachs-Werkstattanhänger an den Protzenhaken und meldete mich in der Fahrdienstleitung. Dort warteten bereits drei Kradregulierer der 9. auf mich. Wir sollten zum Wachregiment „Hugo Eberlein“ fahren und dort eine Kolonne begleiten. Kolonnenmarsch Bis dahin hatte ich mir keinerlei Gedanken darüber gemacht, ich war drittes Diensthalbjahr und es war ein warmer Sommertag. Mit mir an Bord waren Ufw Loos und…

    Mehr


  • Ein Kompaniechef (Ko Chef) für alle Fälle

    Beitrag von Hans-Peter Martin) Wie ich schon in meinen Erinnerungen über meine Dienstzeit geschrieben habe, war ich von 1975 bis 1980 Kompaniechef der 2. Pkw-Kompanie. In meinem Bestand waren 20 Pkw Typ Wartburg 353 und 20 Lada. Zu ca. 80% waren alle tagtäglich auf den Straßen der DDR unterwegs. Da blieb es nicht aus, dass es auch zu Unfällen kam. Meistens waren es Blechschäden. Fast immer kam der verunfallte Genossen mit strahlendem Gesicht an, „ Ich bin aber unschuldig“. Das mochte ihn zwar beruhigen, meine militärischen und technischen Vorgesetzten sahen es aber anders. Denn jeder Unfall, egal ob schuldig oder…

    Mehr


  • Manöver-Crash

    (Beitrag von Hans-Peter  Martin) Im Jahre 1977 fand an der Ostsee das Marine-Manöver „Wal 77“ statt. Beteiligt waren alle Armeen des Warschauer Vertrages. Der Führungsstab befand sich in der Militärbasis Rostock-Markgrafenheide. Hier war ich für 4 Wochen als Kfz-Einsatzleiter abkommandiert. Mir unterstanden alle Pkws, ca. 50, die für die Beweglichkeit der verschiedenen Offizieren zu Land nötig war. Es war eine tolle Zeit, da ich mit meinem Kontingent an Pkw, über die ich zu bestimmen hatte, bei allen ein sehr gefragter Mann war. Am Ende des Manövers galt es, die Truppen ins heimatliche Kfz-Regiment zurück zu führen. Entgegen des Rates eines…

    Mehr


  • Nach dem Dienst

    (Beitrag von Lutz Teistler) …begann das alltägliche Totschlagen der Zeit mit sinnvollen oder weniger sinnvollen Aktivitäten. Die tägliche Post war ausgeteilt und gelesen, viele machten sich ans Beantworten, wobei gern kleine Zeichnungen für die Liebste zu Hause angefertigt wurden. Ab dem zweiten Diensthalbjahr kamen neue Tätigkeiten hinzu. Die Kameraden des ehemaligen DHJ, welche wieder zu Hause waren, hatten ihre Bastelkisten an die jetzigen Zwischenschweine verkauft. Diese hölzernen Ungetüme waren durchschnittlich einen Meter breit und etwa 60-70 cm tief. Sie passten damit prima unter die Betten. In den Kisten war ein riesiger Fundus an Bastelmaterial. Und hier trafen zwei Welten aufeinander:…

    Mehr


  • Als Stabsschreiber im Vordrucklager des Regiments

    (Beitrag von Hans Peter Nicolai) Ich war Stabsschreiber im Kfz-Regiment 2 in Strausberg. Viel Alltag bestand aus Listen, Meldungen, Schreibmaschinenklappern u.v.m. Unter anderem hatte ich die Schlüssel für das Vordrucklager des Regimentes. Das Lager lag gleich hinter dem Kompaniegebäude. Von außen unscheinbar – drinnen eine eigene Welt: hohe Regale, sauber aufgereiht, endlose Stapel an Formularen. Alles, was eine Armee in Friedenszeiten und Übungen an Papier braucht: Marschbefehle, Materialanforderungen, Meldungen, Übergabeprotokolle, Nachweise. Ordentlich, nüchtern, nahezu beruhigend. Als Stabsschreiber im Vordrucklager des Regimentes Eines Tages dachte ich mir: Schau doch mal, was es da alles gibt. Kein besonderer Anlass – eher Neugier,…

    Mehr


  • Handgranatenfund

    (Beitrag von Uwe Lieber) In welchem Jahr, weiß ich nicht mehr, war ich in der Grundausbildungskompanie eingesetzt. An dem Tag stand Handgranatenwerfen auf dem Dienstplan. 1.Durchgang Übungshandgranate; also jeder einzeln mit seinem Zünder an die Wurflinie, eingeschraubt, Splint ziehen, Werfen, Abducken und nach dem Knall vorn den Wurfkörper suchen und zurückholen. Beim zweiten oder dritten Mal Suchen, haben wir eine schöne blanke, nagelneue, noch mit Blindverschluß versehene Handgranate gefunden. Hab ich mir erst mal in die Beintasche gesteckt. Dann konnte ich die Neuen mit der größten Klappe direkt an der Wurflinie fragen, mit was sie zuerst werfen wollen; Übung oder…

    Mehr


  • Handgranaten-Übung

    (Beitrag von Hans Peter Martin) Handgranatenübung Als ich meinen Dienst 1965 als Soldat im Kfz-Regiment antrat, gab es lediglich die Schießaufgabe, mit Kalaschnikow (MPi) liegend zu schießen. Handgranatenwurf gab es lediglich im Sportunterricht mit der allseits bekannten Stielhandgranatenattrappe. Etwas später gab es dann Handgranatenimitationen, d.h. es war eine übliche Eierhandgranate F1. In einem Loch wurde eine Sprenghülse eingesetzt mit der Wirkung eines harmlosen Feuerwerkssprengsatzes. Die Übung bestand darin, diese Handgranate wie in „echt“ zu werfen. Mit nachgeahmter Zeitverzögerung detonierte der Sprengsatz mit einem lauten Knall ohne weitere Wirkungen. Ca. ab 1978 erfolgte die Forderung nach einer entsprechenden Übungserfolg mit diesen…

    Mehr


  • Die Kfz-Lehrbahn

    (Beitrag von Hans-Peter Martin) Die Kfz-Lehrbahn Der Initiator dieser tollen Webseite bat mich, etwas über die Kfz-Lehrbahn des Kfz-Regimentes zu schreiben. Bereits in meinen Erinnerungen an meine Laufbahn im Kfz-Regiment habe ich einiges zur Kfz-Lehrbahn geschrieben. Nun etwas ausführlicher. Ich habe darüber keine Aufzeichnungen mehr, deshalb ist alles aus meinem Gedächtnis heraus entstanden. Also möglich, dass einige Details nicht 100%-ig stimmen. Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, war unser Regiment für die Kfz-technische Sicherstellung des MfNV zuständig. Das bedeutete, dass alle Einberufenen zum Militärkraftfahrer ausgebildet wurden. Statt  4 Wochen Grundausbildung waren es bei uns 6 mit dem Abschluss Militärkraftfahrer, dem…

    Mehr


  • Der Ärmelwinkel

    (Beitrag von Manfred M. vom 06.01.2026) Neun Monate habe ich jetzt über meine Zeit im Regiment berichtet! Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass mir nach fast 60 Jahren die inzwischen vergangen sind, soviel in Erinnerung geblieben ist. Durch die Schreiberei kam ständig etwas „Neues „, aber Altes, was ich erlebt habe, zum Vorschein. Anlass meiner Schreiberei war das Bild von Oberst Schamedatus, das ich auf der Web-Site des Regimentes fand. Wer sich mit meiner Geschichte im Regiment beschäftigt hat, weiß darüber Bescheid. Nun ich habe so einiges erlebt! Als Unteroffizier, als Gefreiter und wieder als Unteroffizier! War man als Uffz.…

    Mehr


  • Mein erster Urlaub als Armeeangehöriger

    (Beitrag von Uwe Horn) Normalerweise sollte der erste Urlaub für uns Unteroffizierschüler erst im neuen Jahr, Februar 1979, sein. Es gab allerdings zu Weihnachten 1978 eine sogenannte Regimentsmeisterschaft ‚Meilenlauf‘. Jede Kompanie hatte dazu einen (oder mehrere Teilnehmer?) zu stellen. Ob ich mich zu diesem Lauf freiwillig meldete oder delegiert wurde, kann ich heute nicht mehr sagen. Jedenfalls fand dieser Meilenlauf am ersten Weihnachtsfeiertag statt. Start und Ziel dieses Laufes war vor dem Stabsgebäude. Die Streckenführung des Laufes führte rechts am Stabsgebäude vorbei. Dann die Straße Richtung Exerzierplatz und wieder zurück zu Start und Ziel. Diese Strecke musste ungefähr 8 oder…

    Mehr


  • 50. Geburtstag von Oberst Huber

    (Beitrag von Peter Nicolai) 50. Geburtstag von Oberst Huber 1979 feierte unser Regimentskommandeur, Oberst Huber, seinen 50. Geburtstag – und der Empfang fand, ich glaube, stilecht im Kinosaal statt. Schon bevor es losging, herrschte im Stab Hochbetrieb: Alles sollte würdig sein, geschniegelt, geplant und perfekt getaktet. Denn es war klar: Das wird kein „kleiner Kreis“, sondern ein Kommen und Gehen. Und genau so kam es. Ständig trafen neue Gratulanten ein – hohe Offiziere und Generäle aus dem Verteidigungsministerium, befreundeten Einheiten und der Roten Armee. Jeder wollte persönlich gratulieren. Und Oberst Huber? Der begrüßte jeden einzelnen Gast nach guter alter Sitte:…

    Mehr


  • Glatteisunfall Dezember 1979

    (Beitrag von Uwe Horn) Unfallmeldung Am 30. Dezember 1979 hatte ich auf einer Dienstfahrt mit einem Wolga G24 einen Unfall bei Glatteis. Hier ist die Unfallmeldung dazu: Entwurf der Unfallmeldung Und die Originalmeldung im Entwurf sah so aus: Folgen des Unfalls Die Chronologie des Unfalls an Silvester war wie folgt: An irgendeinem Tag nach Weihnachten bin ich mit meinem Nutzer General Ludwig und Ehefrau nach Prora zum KDF Objekt gefahren. Teile der KDF Anlage wurden von NVA Angehörige auch als Erholungsheim genutzt. Nach einer Übernachtung bin ich dann am nächsten Tag zurück nach Strausberg gefahren. Am 30.12. sollte ich dann…

    Mehr


  • Führungszug der NVA

    (Beitrag von Manfred. N) Im Sommer 1967 stand auf einmal der Zug des Ministers im Regiment. Ich glaube es war hinter der Zeltstadt und sowas wie ein Bahnsteig war dort vorhanden. Man hatte ihn wohl in der Nacht ins Regiment reingebracht und es war schon beeindruckend, den Zug zu sehen. Einige Posten mit MPis waren am Zug postiert. Vorn und am Ende des Zuges waren jeweils Dieselloks angehängt. Wir haben natürlich gestaunt, dass der Zug auf einmal da war. Natürlich, denn Geheimhaltung wurde ja groß geschrieben! An einem Wagen standen viele Kartons mit Lebensmitteln und sicherlich auch Getränken, die von zwei Männern…

    Mehr


  • Trennung vom LKW H6

    (Beitrag von Manfred N.) Als Spießschreiber war man an den Ereignissen in der Kompanie und natürlich auch im Regiment immer mit einem Ohr dabei. Zum Fahrzeugbestand der 5.Kompanie gehörten auch zwei LKW H6 wobei ich sagen muss, dass ich mich nur an einen H6 erinnern kann. Ich sitze in der Schreibstube und der Kompaniechef erhält einen Anruf. Natürlich bekomme ich den Grund des Gespräches mit. Ich kann ja nichts dafür, wenn der Chef so laut redet. Es geht um die H6 und deren Aussonderung. Eines der Fahrzeuge kannte ich. Wo der zweite war, keine Ahnung, vielleicht auf dem Gefechtspark? Der…

    Mehr


  • Seitengewehr im Sand

    (Beitrag von Manfred N.) Ich war noch Kraftfahrer in der Kompanie, als es eines Tages hieß, die Truppe fährt zum MPi-Schießen. Damals gab es aber in der Nähe von Strausberg keinen Schießplatz, der für das Schießen mit Maschinenpistolen geeignet war, sondern nur einen Schießplatz für Pistolen. Mit zwei LO1800 ging es los. Das Wetter war schlecht, neblig und trüb und wir hatten die hintere Plane runter gelassen, aber Schutz war das keiner. Wir waren einige Zeit unterwegs und unser Ziel war nicht gleich um die Ecke. Den Ort oder die Bezeichnung der Schießanlage habe ich nie gewusst. Das schlechte Wetter…

    Mehr


  • Unteroffizier in der 5. Kompanie

    (Beitrag von Manfred N.) Von Ende April 1967 bis Ende August 1968 war ich Angehöriger der 5.Kompanie. Schon als ich nach Beendigung des Uffz.-Lehrganges erfuhr, dass ich in die 5.Kompanie sollte, war ich bedient. Es wurde so manches gemunkelt. Klar war, es gab die weiten Wege, das Gelatsche zum Frühstück und dann wieder zum Mittagessen und Abends noch einmal. Da hatte es die 1. und 2.Kompanie viel besser, denn sie mussten nur die Treppe im Stabsgebäude runter und waren im Speiseraum. Hatte man UvD, sollte die Kompanie  geschlossen zum Essen geführt werden. Da ging schon früh der Ärger los. Der größte Teil der…

    Mehr


  • Waffen-Narr

    (Beitrag von Manfred N.) Es ist tatsächlich passiert. Nur ein Narr konnte so handeln, wie ich es hier schildern werde. Ein Soldat bekommt den Auftrag vom Hauptfeldwebel, in der Waffenkammer Ordnung zu schaffen und die vorhandenen Pistolen mit einem Lappen abzuwischen (eine Waffenkammer ist immer ordentlich!). Nach ein paar Tagen, vielleicht waren es auch ein paar Wochen, stellt der Spieß fest, daß eine Makarow fehlt. Fakt ist, dem ging erst einmal der Arsch auf Grundeis. Nun es gab wohl ein Buch, wo jedes Betreten der Waffenkammer dokumentiert wurde mit Datum und Uhrzeit! Schnell fiel der Verdacht auf den Gefreiten, der einige…

    Mehr


  • Junge Frau in Schwarz

    (Beitrag von Manfred N.) Wie ich schon in einem meiner Erinnerungsbeiträge erwähnt habe, war ich mehrmals mit dem Korvettenkapitän Röder unterwegs. Ich weiß auch nicht mehr, mit was für einer Delegation wir in Richtung Leipzig gefahren sind, aber der Genosse Röder war sehr schweigsam, was außergewöhnlich war. Wie immer saß er auf dem Beifahrersitz, aber bei dieser Fahrt sprachen wir kaum miteinander. Ich machte mir schon Gedanken ob ich etwas falsch gemacht hatte, aber die Fahrt war wie immer ohne Probleme gewesen, jedenfalls bisher. Wir hatten unsere Fahrgäste im Herder-Institut abgeliefert und waren unterwegs, um in einer Gaststätte in der Nähe…

    Mehr


  • Als Gefreiter im Wald bei Brück – Manöver im Schatten Polens

    (Beitrag von Hans-Peter Nicolai) Im September 1980 nahm ich als Gefreiter im Stab des Kfz-Regiments 2 am Manöver „Waffenbrüderschaft 80“ teil. Unser Feldlager lag im Wald bei Brück. Wir organisierten Fahrten und Transporte für die Führung – viel Motorenlärm, Funkverkehr, Marschbefehle. Während wir im Wald lagen, brodelte es in Polen. Im August 1980 hatten Streiks zur Entstehung der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność unter Lech Wałęsa geführt. Die Anerkennung dieser Bewegung erschütterte die Führung in Moskau und Berlin. Hinter den Kulissen wurden Szenarien für ein Eingreifen in Polen diskutiert, bis hin zu militärischen Optionen. Für uns Soldaten in Brück blieb das alles…

    Mehr


  • Unterwasserfahrt – Inspektion in Spechtberg

    (Beitrag von Manfred N.) Mit Offizieren des MfNV ging es nach Spechtberg. Wohin wir von dort aus fuhren, ist mir nicht mehr bekannt. Es ging nach einiger Zeit ins Gelände und ich wurde schon nervös, weil ich Sorgen um den Bus hatte. Alles ging gut. Ziemlich gut ausgebaute Wege. Von den Offizieren würde ich mir auf keinen Fall hereinreden lassen. Ich glaube, zu meiner Zeit gab es in der NVA nicht viele Offiziere, die privat einen PKW besaßen. Auf einer kleinen Höhe musste ich halten. Alle stiegen aus. Ich weiß nicht mehr, waren wir an einem Fluss oder einem anderen Gewässer?…

    Mehr


  • Glatteis-Fahrt auf Befehl

    (Beitrag von Manfred N.) Mehrmals in meiner Zeit als Busfahrer habe ich Offiziere des MfNV nach Torgelow und Spechtberg gefahren. Es waren Tagesfahrten, aber auch mehrtägige Reisen. Es muss im Januar oder Februar 1969 gewesen sein, als ich zum ersten Mal in diese Gegend kam. So erfuhr ich auch, dass hier zwei Panzerregimenter lagen. War für mich höchst interessant, denn ich war mal für Panzer gemustert worden. Nun als Freiwilliger hatte ich mich aber anders entschieden. Ein Soldat, der bei den Panzern war, hatte mir dringend abgeraten dort zu dienen. Nach meiner Meldung beim Wehrkreiskommando wurde ich für das Kfz-Regiment 2 vorgesehen.…

    Mehr


  • Krankentransport wegen Blinddarm

    (Beitrag von Manfred N.) Auch das gehört zu meiner dreijährigen Armeezeit – nach einem Kurzurlaub im Januar oder Februar 1968 musste ich meine Rückreise ins Regiment unterbrechen. Ich bin Sonntag nach K.-M.-Stadt gefahren, um abends mit dem Zug nach Berlin weiterzufahren. Schon im Bus nach K.-M.-Stadt war mir übel. Auf dem Bahnhof treffe ich  einen Schulkameraden und wir beschließen, in die Mitropa zu gehen. Ich hatte noch drei Stunden bis zu Abfahrt des Zuges. Nach dem ersten Bier war mir nicht mehr so übel und es gab noch ein paar Bier mehr! Auf dem Weg zum Zug bekam ich Schmerzen im…

    Mehr


  • Fahrt mit defekter Kupplung

    (Beitrag von Manfred N.) Während einer Inspektionsfahrt rund um Leipzig  mit Offizieren der Verwaltung Technik bemerkte ich, dass  die Kupplung des Busses anfing zu rutschen. Es war der vorletzte Tag der Reise. Der Chef der Inspektion meinte, das geht schon noch! Am nächsten Tag, Freitag, sollte es zurück nach Strausberg gehen. Man merkte jetzt ganz deutlich, vor allem hörte man es auch, dass der Motor hoch drehte, aber keine Leistung brachte. Die Meinung ging hin und her. Anderen Bus anfordern. Für mich Abschlepper bestellen. War ich strikt dagegen. Ich war ja schon einmal von der Raststätte Köckern nach Strausberg geschleppt…

    Mehr


  • Alarm im Ministerium

    (Beitrag von Manfred N.) Irgendwann 1969 wurde in den frühen Morgenstunden Alarm ausgelöst. Den Ablauf bei einer Alarmierung war ja jedem bekannt. Schnell merkten wir, dass auch das Ministerium Alarm ausgelöst hatte. Waffenempfang, aber keine Munition, das beruhigte erst einmal. Volle Ausrüstung war befohlen. Wir als Pistolenträger hatten es ja leichter. Aber die LKW-Fahrer hatten ja alle eine MPI noch zu schleppen, dazu noch die Magazintaschen. Auf dem Weg zum Park musste man sehr aufpassen, denn wir mussten ja über die Straße zum KdP, da wir ja gegenüber vom S-Bahnhof Nord in den Baracken stationiert waren. Ein M21 nach dem anderen verließ das…

    Mehr


  • Orientierungsmarsch

    (Beitrag von Manfred N.) Der Höhepunkt unserer Ausbildung war ein Alarm, der uns eine Woche vor unserer Ernennung zum Unteroffizier aus den Betten scheuchte. Teil 1und Teil 2 vom Sturmgepäck  wurde befohlen. Inhalt Teil 2: 1. Pullover 2. Versiegeltes Einsatzset (Einsatzgarnitur): 3. Dienstjacke und -hose (nur im Sommer) /  Felduniform (nur im Winter) 4. Decke (mit Riemen über dem Sturmgepäck befestigt) Anschließend Waffenempfang an der Waffenkammer der 2.Kompanie. Alles natürlich im Laufschritt. Das Sturmgepäck waren wir überhaupt nicht gewohnt, dazu noch die Kalaschnikow. Wir waren schon bedient, als wir auf dem Kfz-Park ankamen. Jede Gruppe hatte ja einen S4000 als Trainingsfahrzeug…

    Mehr


  • Sturmangriff mit Platzpatronen

    (Beitrag von Manfred N.) In der letzten Woche unseres Lehrganges gab es noch einmal einen Höhepunkt. Wir sollten noch einmal ins Gelände. Ein Sturmangriff sollte geübt werden. Waren wir denn Sandlatscher? Es hieß, es gibt Platzpatronen und alle waren auf einmal zufrieden. Ich weiß nicht mehr, wieviel jeder Platzpatronen bekam. War aber kein volles Magazin. Nun wir waren eine Kette von 14 oder 15 Soldaten. Sehr beeindruckend, die Knallerei. Wann kann man schon mit der MPi einmal Dauerfeuer schießen, wenn auch nur mit Platzpatronen! Zum Schluss dieses Spaßes war ein Magazin verloren gegangen, was wir zu unserem Glück fanden, denn wir…

    Mehr


  • Mit LO 1800 zum Zelten

    (Beitrag von Manfred N.) Ferienzeit 1967. Freitag früh zum Ko-Chef. Ich werde gefragt, ob ich eine Fahrt übernehmen würde. Kam aber kaum vor, dass man als Gruppenführer eingesetzt wurde. Höchstens mal als Verantwortlicher, wenn es ums Abschleppen von KFZ oder mit Tieflader um Heimholung von defekten PKWs ging. Von meiner Gruppe waren wohl auch drei Mann in Urlaub. Jedenfalls ging es um eine Anforderung der PHV (Politische Hauptverwaltung der NVA). Ging von Freitagmittag bis Montagabend. Ich musste erst nach Eggersdorf in die Kaserne. Dort wurde ich schon erwartet. Vom Ko-Chef hatte ich noch mit auf den Weg bekommen, wenn möglich,…

    Mehr


  • Hauptschalter defekt

    (Beitrag von Manfred N.) Ich hatte wieder einmal eine ausländische Delegation im Urlauberaustausch nach Wernigerode ins Florian Geyer gebracht. (Unterkunft der NVA) Erst am späten Nachmittag kamen wir in Wernigerode an, da unsere Abfahrt in Grünheide sich verzögert hatte. Der Leiter der Einrichtung, ein Major, kam gleich bei unserer Ankunft zu mir und erklärte, deine Kompanie hat sich gemeldet. Ich sollte auf jeden Fall an dem Tag nach Strausberg zurück. Das war so ungefähr um 15.00 Uhr. Meine Planung war ganz anders. Ich war ja schon einige Tage mit den ausländischen Gästen unterwegs. Ich wollte mir ein paar schöne Stunden…

    Mehr


  • Ministerreserve in Eggersdorf

    (Beitrag von Manfred N.) Es muss im März oder April 1967 gewesen sein. Eines Tages hieß es am Morgen nach dem Frühstück, heute fahren wir nach Eggersdorf, um Auto zu putzen. Wir konnten damit nichts anfangen. Also alle Mann auf einen S4000 und es ging los. Der verantwortliche (Uffz.)-Schüler durfte hinters Lenkrad. Jeder Schüler war einmal verantwortlich, zum Essen führen, Meldung an den Lehrgangsleiter und beim Selbststudium. Zeitweise haben wir auch beim Exerzieren uns selbst kommandiert. Viel gelacht wurde auch. Zwei Spaßbremsen hatten schon frühzeitig in den Sack gehauen. Wurden entpflichtet. In der Kaserne in Eggersdorf befand sich eine große Halle.…

    Mehr


  • Panne mit Gaspedal

    (Beitrag von Manfred N.) Obwohl die Fahrzeuge, mit denen ich zu tun hatte, gar nicht so alt waren und auch von den gefahrenen Kilometern her wenig beansprucht worden sind, gab es doch hin und wieder kleinere Pannen. Bei meiner Fahrt nach Zittau ins Roburwerk war es so. Wir wollten Freitag früh wieder los. Der LO sprang auch gut an, obwohl es kalt war. Ich merkte, das Gaspedal bewegte sich nicht. Der Motor tuckerte nur im Standgas bei gezogener Starterklappe. Im Winter 67/68 gab es viel Schnee. Schon bei der Hinfahrt nach Zittau gab es Probleme auf den Straßen. Fahrzeuge, die Hilfe…

    Mehr


  • Hohen Besuch „verschlafen“

    (Beitrag von Lutz Teistler) Nach meiner Erinnerung war es August 1985, als ich mit Waldi Parkdienst hatte. Parkdienst in der Achten hieß, sich irgendwo in den Hallen oder an den Fahrzeugen nützlich zu machen.Das war zum Beispiel das Ausbessern kleiner Lackschäden nach Einsätzen mit schwarzer Nitrofarbe oder dem armeetypischen Chlorbuna. Diesem mattgrünen Farbton versuchten wir einmal während eines Parktages ein gefälliges Aussehen zu geben und vernebelten drei Liter Sprühöl über die Fahrerhäuser von drei LO und einem Ural. Hinterher schön abwischen und die Dinger glänzten, als kämen sie gerade aus dem Werk.Dies führte allerdings zu einem heftigen Anschiss von Ufw…

    Mehr


  • Üble Soldatenscherze

    (Beitrag von Manfred N.) Die Truppenverpflegung in der NVA war in den Kasernen nach Dienstgradgruppen getrennt. So gab es einen Speiseraum für die Regimentsführung, einen für Berufssoldaten (Berufsunteroffiziere und Offiziere), einen für Zeitsoldaten (Unteroffiziere) und zuguterletzt natürlich einen Mannschaftsspeisesaal. Der Speisesaal der Unteroffiziere im Regiment war ja allen bekannt. Er war neben dem Mannschaftssaal gelegen und nur durch eine Mauer abgegrenzt, die nicht bis an die Decke reichte. Oft kam es vor, dass Lebensmittel von den Soldaten über die Mauer geschmissen wurden und wenn man Pech hatte, landete schon einmal eine Scheibe Brot auf der Uniform. Dann konnte man froh sein,…

    Mehr


  • Stabs-Schreiber in der Geschäftsstelle

    (Beitrag von H.-Peter Nicolai) Dienstzeit im Kfz-Regiment 2 – Erinnerungen Mein Name ist Hans-Peter Nicolai, Jahrgang 1955. Meinen Grundwehrdienst leistete ich vom 03.05.1979 bis 30.10.1980 im Kfz-Regiment 2. Die Grundausbildung absolvierte ich in der 6. Kompanie unter Major Butz, Zugführer war Leutnant Mann. Nach der Ausbildung wurde ich – wohl auch wegen meines Studiums – in den Regimentsstab versetzt und als Schreiber in der Geschäftsstelle eingesetzt. Diese leitete die Zivilangestellte Frau Fietsch; mein unmittelbarer Vorgesetzter war der stellvertretende Stabschef, Major Abraham. Aufgaben im Stab Eine prägende Begebenheit An einem Freitag beorderte mich Major Abraham in sein Zimmer. Er bat mich,…

    Mehr


  • Eiserne Rationen im Keller

    (Beitrag von Manfred N.) Am Exerzierplatz befand sich auf der rechten Seite, gesehen vom Stabsgebäude, ein Zugang zum Keller oder Bunker oder wie immer dieses Lager bezeichnet wurde. Sechs oder sieben von uns  U-Schülern, ich natürlich wie immer dabei, weiß auch nicht was ich verbrochen hatte, wurden in dieses Lager geführt. Ich kann mich nicht erinnern, was dort alles gelagert war. Nun, wir sollten „Eiserne Rationen“ das waren kleine wasserdichte Kartons, die aus zwei Teilen bestanden, leeren. Alles wurde schön getrennt wieder in große Kartons gebracht. War keine schlechte Arbeit. Die Kartons waren an den Hälften mit einem klebrigen Isolierband verschlossen,…

    Mehr


  • Wache auf Kfz-Park

    (Beitrag von Manfred N.) Als Unteroffizier war ich einmal Wachhabender auf dem Kfz-Park, es war noch zu Zeiten, als ich in der 5.Kompanie war. Ein Posten stand am Eingang zum Park und kontrollierte den Einlass. Ein weiterer Posten war am Gefechtspark platziert und ein Dritter lief Streife. Insgesamt hatte ich sechs Posten. Alle zwei Stunden wurde abgelöst. Ein Anbau hinter der Fahrdienstleitung war unsere Wache. An dem Tag war sehr schlechtes Wetter und auf dem Park war nichts los, außer dem üblichen Tagesverkehr. Wenn jemand kam, dann waren es Soldaten, die auf Fahrt gingen. Am Tag wurde es nicht so…

    Mehr


  • Kartoffel-Strafarbeit

    (Beitrag von Manfred N.) Die Gruppe von Stabsfeldwebel Jeromin, zu der ich ja als Uffz.-Schüler auch gehörte, wurde zum Kartoffeln schälen kommandiert. Diese Maßnahme sollte nach Dienstschluss geschehen. Ich kann mich an den Grund nicht mehr erinnern. War es eine kollektive Strafe und wir hatten etwas verbockt? Oder hatten wir uns freiwillig gemeldet? Nun der Grund bleibt ein Geheimnis. Wir sieben U-Schüler saßen um eine große Wanne und schälten Kartoffeln. Für alle war es das erste Mal und so sahen die Kartoffeln auch aus. Ich glaube, wir hatten um 19.00 Uhr begonnen mit der Schälerei. Am Anfang war noch einer von…

    Mehr


  • „Probefahrt“ zum Sauschlachten

    Beitrag von Manfred N.) Noch nicht lange Busfahrer und ich hatte doch sehr schnell mit den anderen zwei Fahrern auf dem Zimmer Freundschaft geschlossen. Einer stammte aus Magdeburg und war auch im zivilen Leben Busfahrer. Der andere hatte es gar nicht weit nach Hause, denn er war aus Kagel bei Grünheide. Es muss Mitte November 1968 gewesen sein, ich war noch nicht lange in der 3.Kompanie als B.F. vom Kurzurlaub kam und erzählte, dass er eine Einladung zum Sauschlachten hätte. Wer wissen will, was beim Hausschlachten abläuft, kann hier schauen: https://www.hasborn.de/wp-content/uploads/own-fotobuch-h-simon/p056/p056.html Oder hier: https://www.widdershausen.de/hausschlachtung.html H,K. aus Magdeburg hatte eine Fahrt mit…

    Mehr


  • Kabarett ohne Makarow

    (Beitrag von Manfred N.) Immer wenn ich denke, mein Wissen über  meine Zeit im Regiment ist erschöpft und ich kann nichts mehr berichten, fällt mir sofort wieder etwas ein. Es gab ja viele Erlebnisse und über einen großen Teil habe ich informiert. Aber auch die kleinen Sachen waren teilweise interessant. Mein Verhältnis zum Spieß z.B. – als  sein Gehilfe hatte ich freie „Bahn“und habe mir als Spießschreiber alle Mühe gegeben, trotzdem kam ich mit ihm nicht zurecht. Vielleicht hatte er familiäre Probleme? Warum hatte ich ihm zweimal zwei Stempel in meinen Berechtigungsschein zur Fahrerlaubnis zu verdanken, als er zur KI…

    Mehr


  • Fahrt nach Wolfen

    (Beitrag von Manfred N.) Im Frühjahr 1968 kam Günter Beier zu mir und fragte mich, ob ich Lust hätte, mit auf eine Fahrt nach Wolfen zu kommen. Hatte ich natürlich, denn als Spießschreiber kam ich nicht oft raus aus der Kompanie. Der Spieß hatte nichts dagegen. Günter Beier war der, welcher die Schlacke (Volleyballplatz-Bau) gefahren hatte. Mir war klar, dass er auch zu Hause vorbeischauen wollte, denn er stammte aus Köthen. Einer von denen, die ständig mir und mich verwechselten. War schon manchmal drollig, ihm zuzuhören. Unser Fahrziel war die Filmfabrik Wolfen. Günter war Fahrer von einem W50 Kipper und…

    Mehr


  • Westwaren im Ministerium

    (Beitrag von Manfred N.) Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal in der MHO im Ministerium gewesen bin. Jedenfalls war es für mich ein Schock zu sehen, was es da alles zu kaufen gab! Vieles was es da gab, war mir durch Pakete, die wir von der Verwandschaft aus dem „Westen“ erhielten bekannt. Es war schon komisch, wir redeten nur vom Klassenfeind und hatten seine Waren in unserer Verkaufsstelle. Es hat eine Weile gedauert, bis ich damit zurechtkam. Da war es wieder, diese Gedanken vom „Wasser predigen und Wein trinken“. Einmal kam diese Sache auch von einem „EK“…

    Mehr


  • Die 10 Gebote

    (Beitrag von Manfred N.) Die 10 Gebote der sozialistischen Moral und Ethik von Walter Ulbricht 1958 erschaffen, wurden zur damaligen Zeit als richtungsweisend propagiert. Überall traf man auf die „Zehn Gebote“! Auch im Stabsgebäude des Regiments hing auf einem Flur eine große Ablichtung. Auf den Parteiversammlungen in der Kompanie wurden diese Gebote immer gepredigt. Vieles traf ja auf die NVA zu. Ob es um Solidarität ging oder den Schutz unserer Republik, keine Frage, dafür waren alle. Alle waren aber auch Menschen! Vielleicht war ich zu der Zeit etwas naiv und habe alles zu wörtlich genommen. Wie (aus einem anderen Beitrag…

    Mehr


  • Riskante Schwarzfahrt

    (Beitrag von Manfred N.) In meiner Zeit als Busfahrer in der 3. Kompanie hatte ich mich mit dem Fahrer vom verantwortlichen Staatsanwalt des Militärbezirkes 3 angefreundet. Dieser Fahrer kam ab und zu in unsere Kompanie zum  Schlafen. Wir sahen uns zwar selten, haben uns aber, wenn wir uns sahen, oft über die Geschehnisse in der NVA und über „Vorkommnisse“ unterhalten. Sein Dienstfahrzeug war ein 312-er Wartburg, fast neu. Er stammte aus Potsdam und wollte sein  Motorrad in die Dienststelle holen. Wir hatten vereinbart, dass  wir dies zusammen machen würden. An einem sehr regnerischen Tag sind wir dann los. Geheuer war…

    Mehr


  • Inspektionsfahrt nach Storkow

    (Beitrag von Manfred N.) Eine Interessante Fahrt hatte ich im Sommer  1969. Mit 13 oder 14 Offizieren ging es für mehrere Tage nach Storkow. Ein Oberstleutnant, der auf dem Beifahrersitz saß, gab mir ständig Anweisungen. Der ging mir ganz schön auf die Nerven, denn die Strecke kannte ich gut, weil ich schon mehrmals mit dem Bus in Bad Saarow gewesen war. Kurz vor Storkow musste ich auf Anweisung rechts abbiegen. Es ging ein Stück durch den Wald und wir standen plötzlich vor einem geschlossenem Tor. Davor standen zwei ältere Herren in dunkelblauen Uniformen mit großen Pistolentaschen (wahrscheinlich 08 oder ähnliches). Schwarze…

    Mehr


  • Erinnerungen an die 5. Kompanie 1968

    (Beitrag von Manfred N.) Kompaniechef war Hauptmann Abraham, dann gab es noch zwei Zugführer: den Leutnant Hartmut Butz und Leutnant Wolfgang Edler. Den Namen nach waren wir eine Kompanie, von der Stärke her aber nicht. Mir hat man das Leben in den ersten Monaten nach meiner Kommandierung nicht gerade leicht gemacht und so manches mal hätte ich am liebsten alles hingeschmissen. Als Unteroffizier war man nur der Prügelknabe und jeder hat sich an einem abgerieben. Am schlimmsten waren die „EKs“, wenn dann noch Alkohol im Spiel war gab es kein Halten mehr ! Man hätte sich beschweren können, aber das hätte alles…

    Mehr


  • Silvester 1966 in der Kaserne

    (Beitrag von Manfred N.) Ende November 1966 wurden wir ja Uffz.-Schüler. Unser Zimmer lag in einem Durchgang im ersten Stock des Stabsgebäudes. Genau gegenüber befanden sich ein Raum mit Waschbecken und Toiletten. Es standen uns aber nur zwei Waschbecken zur Verfügung, so das es morgens immer eine kleine Drängelei gab. Es war ganz schön gewöhnungsbedürftig. Einige liefen nackt über den Flur. Am Anfang waren wir noch 8 Schüler auf dem Zimmer, einer hat sich aber entpflichten lassen. Weihnachten 1966 konnten wir zum ersten Mal in den verlängerten Kurzurlaub fahren. Silvester würden wir in der Kaserne sein und alle hatten eine „Kleinigkeit…

    Mehr