Monat: Juli 2025


  • Vier „Achtel Kleingeschichten“

    (Beitrag von Lutz Teistler) Alkfred auf der Suche Im ohnehin gut gesicherten Gefechtspark gab es schön am Rand und von einer extra Mauer umgeben den sogenannten Bereich Technik. Die achte Kompanie hatte dort ständig zwei Soldaten zu stellen – jeweils einer pro Diensthalbjahr.Aus meinem Diensthalbjahr war das mein Kamerad Klaus Klinger. Als wir erstes DHJ waren und Klaus der Technik zugewiesen wurde, war der Gefreite Julius bereits ein Jahr dort, als wir EK waren, kam aus dem ersten DHJ der Soldat Rahmel dazu. Keiner weiß, warum die Auswahl ebendieser Soldaten erfolgte, alle waren Kfz-Meister oder hatten haufenweise Qualifikationen. Und vor…

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  • Nur innendiensttauglich

    (Beitrag von Lutz Teistler) Ich war bereits ein Zwischenschwein, also im zweiten Diensthalbjahr, als ein kleiner Zwischenfall für Belustigung sorgte. Grund war der Gefreite M., ein fast 1,90 m großer, urgemütlicher Hüne aus der Nähe von Saalfeld. Er konnte keiner Fliege etwas zuleide tun, war nur in vielen Sachen ungeschickt. So trug es sich zu, dass er bei einen Volleyballspiel – gerade eingewechselt – nach einem Sprung mit einem Fuß auf dem Anderen landete und sich schmerzhaft die Bänder dehnte. Daraufhin wurde er innendienstkrank geschrieben und war natürlich vom Tragen der Knobelbecher (NVA-Stiefel) befreit. Kuno, der KC, hatte etwa eine…

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  • Küchendienst und Zwiebeln

    (Beitrag von Lutz Teistler) Im zweiten Diensthalbjahr hatte ich die Ehre, meinen ersten Küchendienst zu verrichten.Abwaschen, Abfall wegbringen und Gemüse schneiden war die Hauptarbeit bis nach dem Abendessen.Danach wieder Abwaschen. Das ging mir schon gehörig „auf‘s Schwein“ , wie es im KR 2 genannt wurde. Ebenso – weil es mir gerade einfällt – waren Begriffe wie: „abdrücken“ für wegwerfen und „Max“ für Vornamen jeglicher Art üblich. Selbst die Gruppenführer sprachen uns so an, allerdings nicht im ersten Diensthalbjahr. Jedenfalls war gegen zehn der Abwasch geschafft und zusammen mit einem Soldaten der neunten Kompanie sollte ich in der Nacht Kartoffeln und…

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  • Die verschwundene MPi

    (Beitrag von Lutz Teistler) Es war Mai 1985 und wir waren mittlerweile EK geworden. Das jährliche Feldlager stand auf dem Plan und wir waren fast mit allen Wassern gewaschen. Der Alarm zum Ausrücken bereitete uns keinen Stress, der Stabsschreiber war unser Diensthalbjahr und wir hatten bereits Kaffee getrunken und saßen fix und fertig da, um in Rekordzeit unsere Waffen aus der Kammer zu holen und zum Park abzurücken. Nach einem 24-Stunden Kfz-Marsch mit zweimaligem Entfalten zwischendurch erreichten wir den Wilkendorfer Forst. Dort wurde umgehend alles für eine einwöchige Instandsetzungsübung eingerichtet. Die ausgegebene Parolefür das Lager lautete: Gielsdorf – Gurke. Die…

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  • „Schraubenpanne“ am neuen Ural

    (Beitrag von Lutz Teistler) Mit der Einführung der neuen Ural 4320 mit Dieselmotor bekam auch das KR 2 1984 die ersten Exemplare. Diese erhielt die 8. Kompanie in verschiedenen Werkstattvarianten. Der Ural-4320 (russisch Урал-4320, aktuelle Eigenschreibweise des Herstellers URAL-4320) ist ein allradgetriebener russischer Lastkraftwagen in Haubenlenkerbauweise mit der Antriebsformel 6×6. Die Nationale Volksarmee der DDR beschaffte den Ural-4320 erstmals im Jahr 1983. Bis dahin war bereits der Vorgänger importiert worden. Beide Lastwagen fanden sowohl mit Pritschenaufbau als auch mit diversen Sonderaufbauten Verwendung. Die ersten drei Fahrzeuge waren gerade eingetroffen, als der TA der Achten, Hauptmann Linke, im Gefechtspark gemeinsam mit…

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  • Fahrt zum Flugplatz Sperenberg

    (Beitrag von M.N) Der Abfahrtsort war Phillip-Müller Str. in Strausberg. Offiziere der sowjetischen Armee mit ihren Familien sollten nach Zossen (Sperenberg) zum Flugplatz gebracht werden. Ob Kinder dabei waren, ist mir nicht mehr im Gedächtnis. Ein gut deutschsprechender Offizier erklärte mir den geplanten Ablauf. Zuerst ging es nach Berlin-Karlshorst in ein Objekt der sowjetischen Armee. Hier stiegen noch zwei Offiziere zu. Unser nächstes Ziel war das Hauptquartier der GSSD in Wünsdorf. Siehe auch hier Interessantes zu Wünsdorf: Lageplan von Wünsdorf vor dem Abzug der Sowjetarmee 1994 Der Lageplan von Wünsdorf, das Hauptquartier der „Gruppe der sowjetischen Streitkräfe in Deutschland (GSSD)“. Zu…

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  • Schwerer Verkehrsunfall

    (Beitrag von M.N.) Ich habe lange überlegt, ob ich über diesen Unfall schreiben soll oder ob ich es lasse. Es gehört aber auch zur Geschichte des Regiments und Unfälle passieren! Der Zeitpunkt, als der Unfall geschah, ist mir nicht mehr bekannt. Wahrscheinlich 1967 oder 1968. Kein guter Tag für vier Angehörige der NVA und natürlich auch nicht für das Regiment. Vier Soldaten hatten ihr Leben verloren! Drei Offiziere des MfNV und der Fahrer des M21. Der verunfallte PKW M21 Wolga war kurze Zeit im Regiment auf einem Tieflader abgestellt, bevor er zur Untersuchung nach Berlin gebracht wurde. Kein schöner Anblick und…

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  • Feriengepäcktransport 1967

    (Beitrag von M.N.) Am frühen Morgen nach Dienstbeginn zum Ko-Chef. Die Welt war noch in Ordnung. Befehl, mit einem Zivilbeschäftigten nach Berlin -Lichtenberg zum Bahnhof. Der Zivilbeschäftigte fuhr einen S4000. Am Bahnhof warteten Eltern mit ihren Kindern. Die Kinder würden mit dem Zug nach Karlshagen auf der Insel Usedom in die Ferien fahren. Wir übernahmen das gesamte Gepäck, damit die Kinder nichts zu schleppen hatten. Die Ferienzeit hatte begonnen und ich nahm an, dass  alle noch einmal umsteigen mussten. Unser Ziel war das Ferienlager „German Titow“, wo das Gepäck hin sollte. Hier ist ein Artikel zu Ferienlager in der DDR Die ganze…

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  • Druckerei Linienstraße

    (Beitrag von M.N.) Mein Fahrauftrag lautete mit LO 1800 um 09.00 Uhr in Berlin in der Linienstraße melden. Es war kein weiteres Fahrziel angegeben. Nun es sollte anders kommen! Als ich mich meldete, sagte man mir es würde noch einige Zeit dauern und in Halle (Saale) erwartete man mich gegen 15.00 Uhr. Was war das wieder? Hatte die Fahrdienstleitung einen Fehler gemacht? In der Regel war es aber so, dass die Anforderungen von den Verwaltungen nicht richtig durchgestellt worden sind und dadurch solche komischen Fahrten zu Stande kamen. Mir war das zwar egal, aber ich war ja auf eine Übernachtung nicht vorbereitet.…

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